House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe

Es war ein wenig still hier in der letzten Woche. Das hat auch seine Gründe. Ich habe mir Zeit genommen, um an meinem Modelabel weiter zu feilen und vielleicht den nächsten Schritt zu wagen.
Bereits seit zwei Wochen bin ich tief in der Recherche, um zukünftige Projekte fest zu machen und mir feste Ziele zu stecken. Mehr Infos folgen hoffentlich bald.

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

In der Zwischenzeit brauche ich eure Hilfe: Ich habe ein kleine kurze Umfrage erstellt, die sich rund um das Thema Mode dreht. Das Hauptthema dabei ist faire Mode aus Deutschland. Es sind ein paar Fragen, die mir einfach nicht aus dem Kopf gehen und zu denen ich gerne ein paar unparteiische Antworten hätte (mein Freund ist da kein guter Ansprechpartner, überhaupt nicht an Mode interessiert und auch sehr voreingenommen ;)). Auch wenn ihr nicht unparteiisch seit^^, die Umfrage kann Jeder mitmachen (Frauen und Männer), auch diejenigen, die sich weder viel mit Mode, noch mit fairer Kleidung beschäftigen. Die Fragen sind sehr allgemein gehalten und leicht zu beantworten (und übrigens anonym) 🙂

Hier gehts zu Umfrage!

Ich freue mich über jeden Teilnehmer und bin für jeden dankbar, der sich die fünf Minuten Zeit nimmt.

Danke schon mal 😀 Gibt mir gerne Feedback in den Kommentaren oder per Mail stephanie@houseofwolf.de

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In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

Heute ist das erste mal, dass ich bei einer Blogparade mitmache 😀 Matthias von matthias-wilke.de hatte eine wundervolle Idee: Er stellt die Frage „In welcher Welt willst Du leben?“ Er ruft dazu auf von deiner eigenen Wunschwelt zu träumen und zu schreiben. Dieser Wunsch den man sich ausmalt muss dabei gar nicht realistisch oder umsetzbar sein, er kann so utopisch sein wie man möchte! Das hat mich sehr inspiriert dort mitzumachen und euch von meinen Träumen zu berichten.

In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

Auf meinem Blog habe ich schon viel zu dem Thema geschrieben: grüne Mode. Mode, die nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch fair in der Produktion und letztlich im Preis. Ich selbst befinde mich auf dem Weg zu einem grüneren Kleiderschrank und denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin, auch wenn es noch eine lange Reise sein wird.

Wenn ich von der Welt träume, in der ich leben möchte, dann ist faire Kleidung das erste was mir in den Sinn kommt. Mode mag auf dem ersten Blick das Oberflächlichste sein, das in einer Welt ohne Grenzen gar nicht reinzupassen scheint, erst wenn man über die gesamte Kette nachdenkt, die hinter der Industrie steckt, dann wird deutlich, da kann sich einiges verbessern.

Also sieht mein Traum von meiner Welt in etwa so aus:

Kleidung wird nur noch aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wie Baumwolle, Hanf oder Leinen. Die Felder werden biologisch und umweltfreundlich für Mensch und Natur bebaut und bewirtschaftet. Die Arbeiter auf den Feldern werden gerecht entlohnt, sodass es für ein gutes Leben reicht und sie sich und ihre Familien gut und gesund ernähren können.

Die Rohstoffe werden nach der Ernte umweltschonend verarbeitet, zu Stoffen gewebt und gefärbt und veredelt. Die Menschen die das machen werden fair bezahlt, sodass sie sich und ihre Familien gut und gesund ernähren können und so dass es für ein gutes Leben reicht.

Näher und Näherinnen die aus den Stoffen Kleidung herstellen, gehen gerne zur Arbeit, haben spaß daran etwas neues zu schaffen und bekommen hierfür genug Zeit ihre Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Sie werden fair entlohnt für ihre Arbeit. Sie können sich und ihren Familien ein gutes Leben ermöglichen.

Der Kunde, der im Anschluss die neue Kleidung kauft, weiß um die ganze Arbeit, die in dem schönen Stück steckt und weiß das auch zu würdigen. Er bezahlt einen fairen Preis für das neue Lieblingsteil und trägt es so lange, bis es auseinanderfällt.

Das Unternehmen, dass dieses Kleidungsstück designed und in Auftrag gegeben hat, bekommt einen guten Gewinn aus dem Verkauf. Durch den Gewinn können alle Mitarbeiter der Firma sich und ihre Familien gut und gesund ernähren und es ist genug für ein gutes Leben.

An der Modeindustrie sind viele Menschen beteiligt und viele Menschen leiden unter den furchtbaren Bedingungen, unter denen sie arbeiten und leben müssen. Meist sind es die Leute am Ende der Kette die den größten Gewinn am Verkauf haben und wollen diesen nicht gerecht verteilen.

Ich würde mir eine Welt wünschen, in der Jeder seinen Konsum reflektiert und einschränkt. Ich würde mir eine Welt wünschen in der keine „Produktion für die Müllhalde“ stattfindet. Ich würde mir eine Welt wünschen, in der Jeder von seiner Arbeit leben kann!

Ich würde mich freuen, wenn ihr auch mitträumt und bei der Blogparade dabei seit (läuft noch bis zum 14.08.16). Auf Matthias Seite erfahrt ihr mehr dazu – Blogparade: in welcher Welt willst Du leben?

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Meine Fashion Wishlist

Ich glaube jeder hat sie: eine Fashion Wishlist, eine Wunschliste mit Kleidung die man gerne im Schrank hängen hätte. Mal sehen, ob meine Wünsche vielleicht auch was für euch wären (ich will ja niemanden anfixen ;))

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Jeans von SEY

Schon lange auf der Liste: Eine Jeans von SEY Organic Jeans. Das Unternehmen produziert ihre Jeans ethisch korrekt und mit Bio-Baumwolle. Bei den Produkten steht dabei, wo der Rohstoff herkommt und auch in welchem Land die Jeans produziert wurde. Alle Produktionsstätten sind in Europa zu finden. Sie haben eine GOTS-Zertifizierung und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Außerdem ist ein großer Pluspunkt für mich, dass Knöpfe und Nieten nickelfrei sind, da hatte ich mit anderen Hosen schon Probleme. Angetan hat es mir das Modell NENA in Schwarz oder Moon Blue. Total spannend finde ich auch die Jeans mit Schlag wie AMANDA in Pacific Blue oder CELINE in Night Blue, ich denke aber Schlaghosen würde ich wohl nicht oft tragen und dafür sind sie dann zu schade.

Schwarze Seidenbluse von Everlane

Auch sofort verliebt habe ich mich in diese Seidenbluse von Everlane. Schwarz, schlicht, minimalistisch, Kastenform – einfach total mein Ding. Der Kragen ist auch so wunderbar, klein und schmal, fast unsichtbar und doch ist da ein Kragen! 100% Prozent Seide, natürlich kein einfaches Material, aber so angenehm auf der Haut.

Für alle die Everlane noch nicht kennen, es ist ein Unternehmen, ansässig in San Fransicso, welches offen darlegt, wo ihre Produktionsstätten liegen. Sie produzieren in China genauso, wie in den USA und nehmen großen Abstand von „Sweatshops“. Außerdem legen sie offen dar, wie sich ihre Kosten und die Kosten der Produkte errechnen und bieten dadurch faire Preise, für Produzenten bis zum Konsumenten. Auch wenn sie keine Zertifizierungen haben, ich habe bisher nur gutes von der Firma gehört.

Der große Haken ist leider, dass Everlane nicht direkt nach Deutschland verschicken, sondern nur über einen Drittanbieter. Dadurch wird der Versand recht teuer und zurückgeben kann man die Sachen auch nicht, wenn sie nicht passen. Daher mein Plan, ich nähe mir die Bluse nach und versuche sie ähnlich hin zu bekommen (mal sehen, ob ich das je in die Tat umsetzte, haha ;)).

Eine alternative Bluse, (leider nicht in schwarz) gibt es bei LUXAA.

Schwarzer Cardigan von Armedangels

Auch auf der Liste steht dieser lange Cardigan, aus Bio-Baumwolle, von Armedangels. Der Schnitt ist so richtig schön lässig und Basic, aber der Strickt hat ein Rippmuster, welches ich besonders schön finde. Ein Teil, das zu allem passt.

Dieser Longcardigan ist auch ganz toll und aus dem besonders nachhaltigen Material Lyocell gefertigt.

Ich denke zu Armedangels muss ich nicht viel sagen, die sind wahrscheinlich den meisten schon ein Begriff. Wenn ich zurückdenke, dann ist es die erste Firma, die ich kannte, die unter fairen und ökologisch guten Bedingungen produziert hat. Das Tolle an ihnen ist, dass sie ihre Philosophie kommunizieren, dabei aber nie aufdringlich wirken. Schon immer fand ich ihre Sachen modern und ansprechend, dass kann ich leider immer noch nicht von allen „Öko-Modelabels“ sagen.

Grundsätzlich schaue ich mir gerne Kleidung im Netz an und auch in Katalogen, aber shoppen tue ich immer noch am liebsten offline. Leider ist es schwierig nachhalltige Mode, außerhalb des Internets zu finden, zumindest, wenn man in einer kleineren Stadt wie meiner wohnt.

Was steht auf eurer Fashion-Wishlist? Welches Teil werdet ihr euch als nächstes zulegen?

Fair Fashion - Gedanken, Tips und Lösungen

Fair Fashion – Gedanken und Tips für den eigenen Konsum

Das eigene schlechte Gewissen

Rana Plaza – dieser Name geht mir auf den Keks. Zum einen, da nun inzwischen alle einmal von dem Vorfall dort gehört haben müssten und sich trotzdem nichts merklich verändert hat. Zum anderen, da ich selbst schon längst, vor dem Unfall, von diesen grauenhaften Zuständen in den Textilfabriken wusste und bis heute an meinem eigenen Konsum kaum etwas verändert habe.

Manchmal weiß man gar nicht, weshalb es so nervig ist immer wieder die selben Themen zu hören und zu lesen, bis man versucht sich darüber klar zu werden warum dich das so nervt. In diesem Fall ist mein Grund eben der, dass ich mir selbst zwar große Ziele stecke, um mein eigenes Gewissen zu beruhigen, aber die Durchführung wahnsinnig viel Disziplin erfordert.

Ausreden und Lösungen?

Da kommt mir oft der Gedanke, die Ausrede, die von Vielen verwendet wird, dass Fair Trade produzierte Kleidung um ein vielfaches teurer ist als herkömmlich hergestellte. Da kann man sich nicht mal eben ein vier Euro Top kaufen, dass gibt es da einfach nicht (aus gutem Grund natürlich). Dann werde ich mir aber über die Blödsinnigkeit dieses Arguments bewusst. Der Schlüssel ist weniger und bewusster zu Konsumieren. Anstatt jeden Monat ein Teil bei H&M und co zu kaufen, das Geld ansparen und ein Teil im viertel Jahr bei einem fairen Hersteller zu erstehen. Wenn ich mir meinen Kleiderschrank so ansehe, müsste ich mir vermutlich die nächsten fünf Jahre keine neue Kleidung mehr kaufen, da ich einfach genug von allem habe. Ich habe so viel, dass ich das alles nicht auftragen kann, sondern eher einfach weggebe, da ich Platz für Neues brauche.

Das ist das nächste: anstatt in Klassiker mit Qualität zu investieren, wird nur nach Trends und Schnelllebigem geshoppt. Natürlich lassen sich schlichte Teile nur schwer mit dem Modeherz, das in uns steckt, vereinbaren. Dennoch wäre ich selbst viel glücklicher, wenn ich in meinen Schrank greifen könnte und bei jedem Teil sagen könnte, das steht mir, das sieht gut aus und das fühlt sich auch gut an.

Hohe Preise = Langlebigkeit?

Ein weiteres Problem ist auch, dass Fair Trade produzierte und preislich teurere Kleidung nicht gleich Qualität und Langlebigkeit heißt. Da muss man auf Erfahrungsberichte von anderen zurückgreifen und diesen vertrauen oder einfach in den sauren Apfel beißen. Aber auch hier sagt mein Gewissen wieder: lieber 50 Euro für ein T-Shirt ausgegeben, bei dem ich weiß das Geld wird fair verteilt auf Hersteller, Lieferanten, Vertrieb etc., auch wenn es nach zweimal tragen ein Loch hat oder nach dem Waschen aus der Form gerät. Mit den vier Euro bei H&M ist einzig und allein dem großen Konzern gedient und nicht der kleinen Näherin, ohne die es das Top nie gegeben hätte.

Meine persönlichen Ziele 

Meine Vorsätze sehen also wie folgt aus:
1. Sollte ich das Bedürfnis haben, etwas modisch neues kaufen zu wollen, dann erst einmal die Shops durchsuchen, bei dem sich das schlechte Gewissen nicht meldet
2. Sollte ich etwas neues kaufen müssen, da altes kaputt gegangen ist, wie Schuhe, Winterjacke etc., dann nur im Notfall Kompromisse eingehen

Kompromisse für das Gewissen

Ich weiß die Verführung ist groß. Bei H&M bin ich mir einfach sicher, die Sachen passen mir und ich weiß welche Größe ich dort shoppen muss, damit es gut aussieht. Und gehe ich in ein H&M oder schaue mir den Katalog an, dann finde ich auch immer etwas, dass mir gefällt.
Vielleicht wäre es schon ein Anfang, ein billig Teil im Jahr durch ein Stück aus einem fairen Shop zu ersetzen.

Auch wenn sich die Unternehmen nur langsam bewegen, in der Blogosphäre sehe ich eine große Veränderung. Einige haben umgeschwenkt und wollen ihre Garderobe komplett umstellen. Und wieder andere machen sich wenigstens Gedanken über das Thema und erkundigen sich darüber, unter welchen Zuständen Kleidung gefertigt wird.

Weiterlesen: Kurzer Gedanke und eine Empfehlung
Weiterschauen: die nächsten sieben Tage könnt ihr euch noch die Dokumentationen „Giftiges Leder“ und „Todschick – die Schattenseite der Mode“ auf arte+7 anschauen oder auf WDR.de die Dokumentation „Hungerlohn für hippe Mode“

Mich würde sehr interessieren, wie ihr zu dem Thema steht, schreibt mir gern eure Meinung.