Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Fair Fashionlabel House of Wolf – eine Vorstellung

Hallo du, schön dass du zu House of Wolf gefunden hast :). Diesen Blog habe ich 2014 gestartet, um eine Plattform zu haben, auf der ich über mein Modelabel schreiben kann. Ich wollte dich auf dem Laufenden halten, was da alles passiert und dir vor allem auch meine Mode zeigen.

Mit der Zeit haben sich viele andere Themen eingeschlichen, die mich persönlich beschäftigt haben. Erst jetzt nach zwei Jahren ist mir aufgefallen, dass ich dir nie wirklich das Label genauer vorgestellt habe (upsi…). Und das hole ich jetzt nach:

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Vor zwei Jahren entstand mein Wunsch einen neuen Wind in die faire Modelandschaft Deutschlands zu bringen. Ich wollte fernab von den immer gleichen Basics, die es schon in großer Stückzahl fair produziert am Markt gibt, ein neues Label erschaffen, das ganz anders ist. Und so habe ich meine Ideen in die Tat umgesetzt und das faire Modelabel House of Wolf gegründet.

Das House of Wolf Design ist einzigartig schön

Der Stil meiner Kunden ist außergewöhnlich, individuell und erwachsen und genau das versuche ich in den Stücken von House of Wolf auszudrücken. Jedes einzelne Teil hat das Potenzial dein neues Lieblingsstück zu werden. Ich möchte, dass du dich wohl fühlst in meiner Mode und deinen ganz eigenen Stil ausleben kannst. Ich will die Individualität jeder einzelnen Frau unterstützen und ein Gefühl der Einzigartigkeit schaffen.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Mit meinem Label will ich Teil des neuen Slow Fashion Bewusstseins sein und dieses weiter voran bringen

Mir ist eine faire Produktion wichtig, dass meine Kleidung zu fairen Löhnen und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird und habe mich deshalb für eine Fertigung in Deutschland entschieden. Für die aktuelle Kollektion habe ich eine kleine Schneiderei in Sachsen gefunden und mit dem Nähen der Kleidung und Taschen beauftragt.

Die Stücke von House of Wolf sind hervorragend verarbeitet und aus qualitativ hochwertigen Stoffen hergestellt. Die verwendeten Bio-Baumwollstoffe sind alle GOTS zertifiziert. Der Anbau der Baumwollpflanzen, Garnherstellung, Weben und Veredeln dieser Stoffe, hat alles in der Türkei stattgefunden.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

House of Wolf will zu einer besseren Welt beitragen

Als Inhaberin eines Modelabels, bin ich mir bewusst um die Verantwortung die ich gegenüber Mensch und Natur habe und will es daher besser machen, als die konventionellen Modeunternehmen. Ich lege Wert auf eine lokale Produktion, außerdem gibt es von jedem Design nur eine Handvoll Stücke und distanziere mich somit von der Massenherstellungen.

Neben kurzen Lieferketten und Bio-Baumwollstoffen will ich noch mehr an der Nachhaltigkeit von House of Wolf arbeiten. Bei der nächsten Kollektion werde ich meine dazu gewonnen Erfahrungen einfließen lassen und es noch besser machen.

Die Werte von House of Wolf:

Fairness
Die Fertigung der Kollektion wurde komplett in Deutschland verwirklicht, unsere Bio-Baumwollstoffe sind alle GOTS zertifiziert und mir ist eine faire Endpreisgestaltung für dich wichtig.

Qualität
Bei mir geht Qualität vor Quantität: Ich lasse in kleinen Stückzahlen und mit hochwertigen Materialien produzieren. Slow Fashion ist mein Mantra.

Individualität
So ein einzigartiges Design bekommst du sonst nirgends. Kleine Details geben jedem Teil Persönlichkeit und hohen Wiedererkennungswert. Es soll zu deinem neuen Lieblingsstück werden.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Und noch ein paar Worte über mich

Hey 🙂 mein Name ist Stephanie,
ich bin Gründerin von House of Wolf und studierte Modedesignerin.
Kaum etwas macht mich glücklicher als, in riesigen Stofflagern zu stöbern und tolle Schätze zu finden. Dabei fühle ich mich wie ein Kind im Süßwarenladen. Nach Hause fahre ich dabei immer mit Materialien aus natürlichen Fasern. Nichts fühlt sich besser an als Naturstoffe!

Nachhaltigkeit und faire Kleidung ist für mich in den letzten Jahren ein großes Thema geworden. Umso mehr ich mich damit auseinandersetze, desto mehr möchte ich selbst Teil der Slow Fashion Welt sein. Meinen eigenen Kleiderschrank versuche ich daher so fair und nachhaltig zu füllen, wie es mir nur möglich ist.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Noch mehr Infos?

Wenn ihr noch mehr über mich oder House of Wolf wissen möchtet oder tolle Inspirationen sucht, dann folge House of Wolf doch auf Facebook, Instagram oder Pinterest.
Den Shop findet ihr auf DaWanda hier und die Homepage für noch mehr Fotos findet ihr hier.
Hast du noch brennende Fragen? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an info@houseofwolf.de.

 

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Zwei Wochen Urlaub YAY | House of Wolf

Urlaub :D

Liebe Leute 😀

die nächsten zwei Wochen ist Urlaub angesagt. Zuerst steht ein Besuch bei der Famlie in Bonn an, dort wird der 85ste Geburtstag meiner Oma gefeiert. Und in der zweiten Woche geht es nach Wien! Das dritte mal, dass ich die schöne Stadt in Österreich besuchen werde.

Dass heißt es wird still hier… Nach meinem Urlaub werde ich euch endlich mal ein Update geben und erzählen, wie es weitergeht mit dem Blog und mit meinem Fashionlabel.

In der Zwischenzeit, seht euch doch in meinem Archiv um, besucht meine Homepage oder schaut mal in meinem Onlineshop vorbei. Auf Instagram und Facebook wird es übrigens hin und wieder was schönes zum anschauen geben ;), also folgt mir dort gerne! Ihr könnt mir in den Kommentaren auch eure Facebookseite und euren Insta-Namen da lassen, ich schauen gerne vorbei.

Bis in zwei Wochen ihr Lieben ❤

PS: Ich würd mich sehr freuen, wenn ihr bei meiner Umfrage mitmacht. Mehr Infos dazu findet ihr hier (Klick).

Zwei Wochen Urlaub YAY | House of Wolf

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe

Es war ein wenig still hier in der letzten Woche. Das hat auch seine Gründe. Ich habe mir Zeit genommen, um an meinem Modelabel weiter zu feilen und vielleicht den nächsten Schritt zu wagen.
Bereits seit zwei Wochen bin ich tief in der Recherche, um zukünftige Projekte fest zu machen und mir feste Ziele zu stecken. Mehr Infos folgen hoffentlich bald.

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

In der Zwischenzeit brauche ich eure Hilfe: Ich habe ein kleine kurze Umfrage erstellt, die sich rund um das Thema Mode dreht. Das Hauptthema dabei ist faire Mode aus Deutschland. Es sind ein paar Fragen, die mir einfach nicht aus dem Kopf gehen und zu denen ich gerne ein paar unparteiische Antworten hätte (mein Freund ist da kein guter Ansprechpartner, überhaupt nicht an Mode interessiert und auch sehr voreingenommen ;)). Auch wenn ihr nicht unparteiisch seit^^, die Umfrage kann Jeder mitmachen (Frauen und Männer), auch diejenigen, die sich weder viel mit Mode, noch mit fairer Kleidung beschäftigen. Die Fragen sind sehr allgemein gehalten und leicht zu beantworten (und übrigens anonym) 🙂

Hier gehts zu Umfrage!

Ich freue mich über jeden Teilnehmer und bin für jeden dankbar, der sich die fünf Minuten Zeit nimmt.

Danke schon mal 😀 Gibt mir gerne Feedback in den Kommentaren oder per Mail stephanie@houseofwolf.de

In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

Heute ist das erste mal, dass ich bei einer Blogparade mitmache 😀 Matthias von matthias-wilke.de hatte eine wundervolle Idee: Er stellt die Frage „In welcher Welt willst Du leben?“ Er ruft dazu auf von deiner eigenen Wunschwelt zu träumen und zu schreiben. Dieser Wunsch den man sich ausmalt muss dabei gar nicht realistisch oder umsetzbar sein, er kann so utopisch sein wie man möchte! Das hat mich sehr inspiriert dort mitzumachen und euch von meinen Träumen zu berichten.

In welcher Welt willst du leben? | Über grüne und faire Mode

Auf meinem Blog habe ich schon viel zu dem Thema geschrieben: grüne Mode. Mode, die nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch fair in der Produktion und letztlich im Preis. Ich selbst befinde mich auf dem Weg zu einem grüneren Kleiderschrank und denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin, auch wenn es noch eine lange Reise sein wird.

Wenn ich von der Welt träume, in der ich leben möchte, dann ist faire Kleidung das erste was mir in den Sinn kommt. Mode mag auf dem ersten Blick das Oberflächlichste sein, das in einer Welt ohne Grenzen gar nicht reinzupassen scheint, erst wenn man über die gesamte Kette nachdenkt, die hinter der Industrie steckt, dann wird deutlich, da kann sich einiges verbessern.

Also sieht mein Traum von meiner Welt in etwa so aus:

Kleidung wird nur noch aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wie Baumwolle, Hanf oder Leinen. Die Felder werden biologisch und umweltfreundlich für Mensch und Natur bebaut und bewirtschaftet. Die Arbeiter auf den Feldern werden gerecht entlohnt, sodass es für ein gutes Leben reicht und sie sich und ihre Familien gut und gesund ernähren können.

Die Rohstoffe werden nach der Ernte umweltschonend verarbeitet, zu Stoffen gewebt und gefärbt und veredelt. Die Menschen die das machen werden fair bezahlt, sodass sie sich und ihre Familien gut und gesund ernähren können und so dass es für ein gutes Leben reicht.

Näher und Näherinnen die aus den Stoffen Kleidung herstellen, gehen gerne zur Arbeit, haben spaß daran etwas neues zu schaffen und bekommen hierfür genug Zeit ihre Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Sie werden fair entlohnt für ihre Arbeit. Sie können sich und ihren Familien ein gutes Leben ermöglichen.

Der Kunde, der im Anschluss die neue Kleidung kauft, weiß um die ganze Arbeit, die in dem schönen Stück steckt und weiß das auch zu würdigen. Er bezahlt einen fairen Preis für das neue Lieblingsteil und trägt es so lange, bis es auseinanderfällt.

Das Unternehmen, dass dieses Kleidungsstück designed und in Auftrag gegeben hat, bekommt einen guten Gewinn aus dem Verkauf. Durch den Gewinn können alle Mitarbeiter der Firma sich und ihre Familien gut und gesund ernähren und es ist genug für ein gutes Leben.

An der Modeindustrie sind viele Menschen beteiligt und viele Menschen leiden unter den furchtbaren Bedingungen, unter denen sie arbeiten und leben müssen. Meist sind es die Leute am Ende der Kette die den größten Gewinn am Verkauf haben und wollen diesen nicht gerecht verteilen.

Ich würde mir eine Welt wünschen, in der Jeder seinen Konsum reflektiert und einschränkt. Ich würde mir eine Welt wünschen in der keine „Produktion für die Müllhalde“ stattfindet. Ich würde mir eine Welt wünschen, in der Jeder von seiner Arbeit leben kann!

Ich würde mich freuen, wenn ihr auch mitträumt und bei der Blogparade dabei seit (läuft noch bis zum 14.08.16). Auf Matthias Seite erfahrt ihr mehr dazu – Blogparade: in welcher Welt willst Du leben?

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Heute vor drei Jahren ist das Unglück in der Textilfabrik in Bangladesh passiert. Das Gebäude Rana Plaza ist eingestürzt und hat über 1100 Menschen das Leben gekostet. Der „Fashion Revolution Day“ wurde daraufhin ins Leben gerufen, um darüber bewusst zu machen, wo die Kleidung gefertigt wurde, die wir kaufen und vor allem auf die grausamen Arbeits- und Lebensumstände der Näherinnen und Näher aufmerksam zu machen. Und schon zum dritten mal rufen sie uns alle auf, Modefirmen ihre Labels zu zeigen und zu fragen: #whomademyclothes?

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Einige Bloggerinnen haben sich dazu in diesem Jahr zu einem ganz tollen Projekt zusammen geschlossen und gleich einen ganzen „Fashion Revolution Month“ gemacht. Jeden Tag konnte man ein Outfit bewundern, welches aus Teilen zusammen gestellt wurde, die so wenig wie möglich Mensch und Umwelt belasten. Die Stücke konnten entweder fair und biologisch produziert, von lokalen Unternehmen hergestellt oder Second Hand erworben worden sein. Auf Kunstkider Mag könnt ihr alles nachlesen und dort findet ihr die Links zu den Bloggern, die mitgemacht haben. Schaut unbedingt bei jeder Einzelnen vorbei, sie zeigen alle ganz tolle Inspirationen, zu dem Weg einen grüneren Kleiderschrank zu bekommen.

Sogar H&M hat sich dieses Jahr etwas ausgedacht: „World Recycle Week“ Ausgemistete Kleidung kann in den Filialen abgegeben werden und man bekommt einen Einkaufsgutschein als Dankeschön. Die Idee dahinter ist die, dass sie alte Kleidung recyceln und somit neues Leben einhauchen wollen.

Wenn man sich das Kampagnenvideo dazu ansieht, findet man den Gedanken von H&M zwar sehr löblich, gleichzeitig denkt man sich auch, dass gerade solche Textilriesen wie H&M doch genau der Grund sind, warum so unglaublich viel weggeworfen wird. Alles ist so günstig und billig geworden, dass man keine scheu mehr hat, das kaputte T-Shirt in den Müll zuwerfen und ein neues für 5€ zu kaufen. Ich finde es schön, dass sie ihre Reichweite, für etwas positives nutzen, trotzdem stößt es mir ein bisschen sauer auf. Es kommt für mich nicht allzu Glaubwürdig rüber…

Ich gebe mir selbst mühe, meinen Konsum zu reflektieren und kritisch zu betrachten. Die Kleidung die ich habe, trage ich so lange bis sie kaputt ist oder ich versuche ein neues Heim für sie zu finden. Ich weiß aber auch, dass ich zu viel Kleidung habe, so viel, dass es ewig dauern wird, bis ich sie aufgetragen habe. Trotzdem kaufe ich mir hin und wieder Neues und ja leider auch bei H&M und Co. Leider tappe ich immer wieder in die Fast-Fashion-Falle – schöne Mode für wenig Geld – obwohl ich es eigentlich besser weiß. Es ist nicht so einfach und für mich noch ein langer Weg bis zu einem vollkommen grünen Kleiderschrank. Ich kann es kaum erwarten sagen zu können, für meine Kleidung musste Niemand für einen Hungerlohn schuften!

Stolz kann ich aber sagen, dass mein eigenes Modelabel fair produziert. Die erste Kollektion wurde komplett in Deutschland gefertigt und einige der Stoffe sind sogar aus Bio-Baumwolle. Wer mehr wissen möchte kann gerne bei meinem Shop reinschauen.

Macht ihr euch Gedanken, wer eure Kleidung näht? Und warum manches so billig ist? Wie weit seit ihr auf dem Weg zu einem grünen Kleiderschrank?

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Meine Fashion Wishlist

Ich glaube jeder hat sie: eine Fashion Wishlist, eine Wunschliste mit Kleidung die man gerne im Schrank hängen hätte. Mal sehen, ob meine Wünsche vielleicht auch was für euch wären (ich will ja niemanden anfixen ;))

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Jeans von SEY

Schon lange auf der Liste: Eine Jeans von SEY Organic Jeans. Das Unternehmen produziert ihre Jeans ethisch korrekt und mit Bio-Baumwolle. Bei den Produkten steht dabei, wo der Rohstoff herkommt und auch in welchem Land die Jeans produziert wurde. Alle Produktionsstätten sind in Europa zu finden. Sie haben eine GOTS-Zertifizierung und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Außerdem ist ein großer Pluspunkt für mich, dass Knöpfe und Nieten nickelfrei sind, da hatte ich mit anderen Hosen schon Probleme. Angetan hat es mir das Modell NENA in Schwarz oder Moon Blue. Total spannend finde ich auch die Jeans mit Schlag wie AMANDA in Pacific Blue oder CELINE in Night Blue, ich denke aber Schlaghosen würde ich wohl nicht oft tragen und dafür sind sie dann zu schade.

Schwarze Seidenbluse von Everlane

Auch sofort verliebt habe ich mich in diese Seidenbluse von Everlane. Schwarz, schlicht, minimalistisch, Kastenform – einfach total mein Ding. Der Kragen ist auch so wunderbar, klein und schmal, fast unsichtbar und doch ist da ein Kragen! 100% Prozent Seide, natürlich kein einfaches Material, aber so angenehm auf der Haut.

Für alle die Everlane noch nicht kennen, es ist ein Unternehmen, ansässig in San Fransicso, welches offen darlegt, wo ihre Produktionsstätten liegen. Sie produzieren in China genauso, wie in den USA und nehmen großen Abstand von „Sweatshops“. Außerdem legen sie offen dar, wie sich ihre Kosten und die Kosten der Produkte errechnen und bieten dadurch faire Preise, für Produzenten bis zum Konsumenten. Auch wenn sie keine Zertifizierungen haben, ich habe bisher nur gutes von der Firma gehört.

Der große Haken ist leider, dass Everlane nicht direkt nach Deutschland verschicken, sondern nur über einen Drittanbieter. Dadurch wird der Versand recht teuer und zurückgeben kann man die Sachen auch nicht, wenn sie nicht passen. Daher mein Plan, ich nähe mir die Bluse nach und versuche sie ähnlich hin zu bekommen (mal sehen, ob ich das je in die Tat umsetzte, haha ;)).

Eine alternative Bluse, (leider nicht in schwarz) gibt es bei LUXAA.

Schwarzer Cardigan von Armedangels

Auch auf der Liste steht dieser lange Cardigan, aus Bio-Baumwolle, von Armedangels. Der Schnitt ist so richtig schön lässig und Basic, aber der Strickt hat ein Rippmuster, welches ich besonders schön finde. Ein Teil, das zu allem passt.

Dieser Longcardigan ist auch ganz toll und aus dem besonders nachhaltigen Material Lyocell gefertigt.

Ich denke zu Armedangels muss ich nicht viel sagen, die sind wahrscheinlich den meisten schon ein Begriff. Wenn ich zurückdenke, dann ist es die erste Firma, die ich kannte, die unter fairen und ökologisch guten Bedingungen produziert hat. Das Tolle an ihnen ist, dass sie ihre Philosophie kommunizieren, dabei aber nie aufdringlich wirken. Schon immer fand ich ihre Sachen modern und ansprechend, dass kann ich leider immer noch nicht von allen „Öko-Modelabels“ sagen.

Grundsätzlich schaue ich mir gerne Kleidung im Netz an und auch in Katalogen, aber shoppen tue ich immer noch am liebsten offline. Leider ist es schwierig nachhalltige Mode, außerhalb des Internets zu finden, zumindest, wenn man in einer kleineren Stadt wie meiner wohnt.

Was steht auf eurer Fashion-Wishlist? Welches Teil werdet ihr euch als nächstes zulegen?

Kleidung Made in Germany - Pros und Cons; Fair Fashion; House of Wolf

Kleidung Made in Germany – Pros und Cons

In diesem Artikel soll es um die Herkunft unserer Kleidung gehen. Es ist ein sehr komplexes Thema, dem ich, durch die paar Zeilen, nicht gerecht werden kann. Es ist auch ein politisches und wirtschaftliches Problem. Am besten beginne ich bei dem Punkt, der mich wieder zum Nachdenken darüber gebracht hat:

MadeInGermany

YouTuber und ihr eigenes Modelabel?

Ich verfolge eine deutsche YouTuberin, die sich jetzt ihren Traum erfüllt und selbst ein Modelabel gründet. Sie kommt nicht aus der Branche und hat sich dort durch andere Wege eingefunden. Keine Frage, ich freue mich für sie, sie erfüllt sich einen großen Traum, dass finde ich super. Ihr könnt euch denken, da gibt es ein Aber für mich:

Sie hat noch nicht viel erzählt, von ihrer Mode oder von ihrem Label, aber aus ihren Videos weiß man, sie ist nach China und in die Türkei geflogen, um dort für ihr Label zu arbeiten. Man hat deutlich gesehen, sie lässt zumindest ihre Samples (Musterteile) dort produzieren.

Jetzt ist für mich das Enttäuschende dabei, sie kommt aus Deutschland, hat durch ihren YouTube-Channel schon ein großes Publikum und viele potenzielle Kunden und trotzdem hat sie sich entschieden, nicht in Deutschland produzieren zu lassen…
Ich glaube ihre Zuschauer wissen Qualität zu schätzen und würden mehr Geld ausgeben als 10 Euro pro T-Shirt. Ich glaube sie könnte es sich erlauben die Gehälter von deutschen Näherinnen zu bezahlen. Ich glaube sie würde ihr Geld wieder erwirtschaften.

Es ist für mich immer wieder unbegreiflich, wie man über die Situation in ausländischen Nähereien bescheid wissen kann und trotzdem dort produzieren lässt. Gerade wenn man ein neues Label aufbaut, ist die Möglichkeit da, in seinem Heimatland zu bleiben und hier die Wirtschaft und das Handwerk zu unterstützen.

Der Zoll-Kodex macht es für Mode-Firmen leicht

Jetzt ist das natürlich nicht so einfach: Ich suche mir eine Näherei in Deutschland und schon kann ich Made in Germany drauf schreiben. Laut „EU-Recht“, der Zoll-Kodex, könnte ich das machen, aber schaut man sich das ganze genauer an, ist das plötzlich ein Wirrwarr von undurchsichtigen Produktionsketten.

Ich habe zum Beispiel als Aushilfe bei einer Firma gearbeitet, die Billig-Klamotten verkauft. Auf den Etiketten schreiben sie „Made in Italy“. Da freut sich der Kunde und denkt „Ui toll, das 1 Euro Top ist in Italien, in der Nachbarschaft, hergestellt worden“. Nope! Dieses Teil wurde in China genäht! Vielleicht wurde es in Italien verpackt, Etikettiert und vielleicht wurde dort sogar der Feinschliff am Produkt vorgenommen – aber genäht wurde es in Fernost.
Genau das ist das Problem von diesem EU-Recht: Es ist so wage formuliert und sagt nur aus, dass wenn mehrere Länder an der Produktion beteiligt waren, das letzte Land, dass den maßgeblichen Schritt zur Fertigstellung des Produkts, getan hat, als „Produktionsland“ gilt.

Zur Herkunft der Kleidung kam die Tage auf Arte die Sendung „Vox Pop“, in dem genau alle wichtigen Punkte durchgegangen wurden, warum das so schwierig ist mit der Bezeichnung „Made in…“. In diesem Beitrag wurde der Generaldirektor des französischen Modeinstituts interviewt. Er hat gesagt, wenn nur die Knöpfe auf eine Knopfleiste eines Kleidungsstückes genäht werden, in Frankreich, dann dürfen sie eigentlich nicht „Made in France“ auf ihr Label schreiben und können dafür sanktioniert werden – aber ganz ehrlich, es gibt niemand, der das kontrolliert oder gar zur Anzeige bringt.

Auf jeden Fall ist das Augenwischerei und Irreführung der Kunden und man kann sich denken, die Wirtschaft, die großen Firmen, wollen das auch nicht anders. Die wollen kein einheitliches Gesetz, dass das präziser bestimmt, denn die Kunden sind inzwischen so sensibilisiert was das Thema angeht, die möchten kein „Made in Bangladesh“ auf der Kleidung sehen.

Weiterlesen: Fair Fashion – Gedanken und Tips für den eigenen Konsum

Made in IS?

Ehrlicherweise, muss ich aber noch genauer auf die Herkunft eingehen: Nur weil ein Teil zusammengenäht wurde in Deutschland, weiß man noch lange nicht wo der Rest herkommt.
Gerade Heute ist das Problem auch zu einem politischen Thema geworden.
Der kurze Beitrag bei „Vox Pop“ hat das deutlich gemacht:
Syrien gehörte zu den drei größten Baumwollproduzenten auf der Welt. Die Baumwollfelder stehen heute zum größten Teil im IS kontrolliertem Gebiet. Vox Pop hat also gesagt: kauft man Kleidung deren Rohstoffe aus Syrien kommen, unterstützt man den IS, deswegen wäre es für den Konsumenten wichtig, genau zu wissen, wo die Baumwolle herkommt.

Ganz so einfach kann man das natürlich nicht sagen, dass lässt sich nicht so pauschalisieren. Durch den Kauf von Baumwolle aus Gebieten, die unter IS Kontrolle stehen, unterstützt man nicht nur die Terroristen, sondern die Bauern, die die Felder bewirtschaften. Was sollten sie tun ohne ihre Arbeit? Sollten wir dort gar nichts mehr kaufen, was sollen die armen Leute dann machen?

Klar ist auch, dass man nicht weiß wie viel diese Arbeiter noch von dem erwirtschafteten Geld sehen, es ist natürlich eine große Einnahmequelle der IS, aber ich muss immer auch an die Menschen denken, die mit dem ganzen Irrsinn nichts zu tun haben, die Bevölkerung von Syrien.
Aber vielleicht sollte man doch, eben gerade auf diesem Weg, den Terroristen den Geldhahn zudrehen!? Ich weiß es nicht.

Lange Produktionsketten, auch bei meiner Kollektion

Abgesehen von den Rohstoffen, die Produktion der Kleidung geht natürlich weiter. Die Baumwolle wird in ein anderes Land transportiert, welches Garne daraus fertigt. Die Garne gehen ihren Weg weiter, um als Stoff verarbeitet zu werden und wieder in einem weiteren Land wird der Stoff gefärbt. Und irgendwann wird dann ein Kleidungsstück daraus gefertigt.

Ich bin ganz ehrlich: Bei meiner Kollektion kommt nicht alles aus Deutschland. Die Stoffe sind auch weitestgehend aus der Türkei (auch die Rohstoffe), aber da diese GOTS-Zertifizierung haben weiß ich bei denen, dass sie unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
Trotz der Kosten (oder vielleicht auch gerade deswegen…) habe ich mich ganz bewusst dazu entschieden, mir eine Produktionsstätte in Deutschland zu suchen. Ich wollte am Ende ehrlich sagen können: Meine Kollektion ist „Made in Germany“.
Noch vor 50 bis 60 Jahren war das ein Gütesiegel erster Klasse. Das Ausland hat sich die Finger danach geleckt etwas aus Deutschland zu bekommen. Aber irgendwann ist es den Firmen zu teuer geworden. Der Profit war nicht groß genug, der Gewinn hat nicht ausgereicht, die Kosten waren zu viel. So gehen viele Unternehmen unter oder weg aus der Heimat und nicht nur die Qualität leidet darunter, sondern auch die heimische Wirtschaft.

Auch im Ausland gibt es gute Produktion

Um zum Anfangspunkt zurück zu kommen: Ihr dürft nicht glauben, dass ich nicht weiß, dass man auch im Ausland gut und teuer produzieren lassen kann. Ich weiß das! Vor allem die Türkei ist wieder ein Anlaufort für Qualität und faire Preise geworden. Aber wie gesagt, ich möchte gerne die Menschen hier, in meiner Nähe, unterstützen und auch sicher sein, dass wenn mein Besuch in der Nähstube vorbei ist, dass die Bedingungen sich trotzdem nicht ändern.

Auch weiß ich, dass nicht alles möglich ist in hiesigen Produktionsstätten. Von einem befreundeten Label weiß ich, dass sie in Portugal finden konnten, was sie gesucht haben. Dort bekommen sie die Veredelung und Bearbeitung ihrer Textilien und Kleidungsstücke, die sie gesucht haben. In diesem Unternehmen haben sie die Möglichkeit alles aus einer Hand zu bekommen, nicht nur die Produktion sondern vor allem die Aufbereitung der Stoffe. Sie produzieren fair und biologisch. In diesem Fall und bestimmt auch in einigen Anderen, ist dass vollkommen toll, außerhalb Firmen zu unterstützen und dort die Zusammenarbeit zu suchen.

Der Preis für die Fertigung in Deutschland

„Made in Germany“ heißt für meine Kollektion, dass sie natürlich nicht für Jedermann erschwinglich ist, beziehungsweise so ein Stück daraus kauft man sich nicht jeden Monat, aber dennoch sind meine Preise gerechtfertigt. An erster Stelle stand für mich, dass sie eine gute Qualität haben und ich euch nichts billiges verkaufe, auch deswegen ist meine Kollektion in Deutschland gefertigt und zu einem großen Teil aus Bio-Baumwoll-Stoffen hergestellt. Sie hat viele Details, die man auf dem ersten Blick nicht erkennt und sich dann auf dem Zweiten darüber freut. Ich habe auch keine 1000 Stück die ich anbieten kann, dafür ist sie exklusiver und ihr könnt sicher sein, dieses Teil haben nicht viele in ihrem Kleiderschrank hängen. Es ist eine Designer-Kollektion, die es so kein zweites mal geben wird.

Fazit

Wie sagt man so schön „eine Medaille hat immer zwei Seiten“ – jeder muss für sich selbst entscheiden, nach welchen Kriterien er sein Unternehmen aufbaut und vor allem nach welchen Gesichtspunkten er seine Kleidung einkauft.

Mit dem kurzen Text, habe ich natürlich nur die Oberfläche des Themas gestreift. Die Sache mit der Herkunft und „Made in…“ ist ein endloses und weitreichendes Problem. Ich hoffe ich konnte einige Punkte dazu euch nahebringen. Ich hoffe auch, dass der Post nicht zu verwirrend geschrieben ist, ich wollte mir einfach mal gerne etwas von der Seele schreiben 😉

Wie handhabt ihr das – interessiert ihr euch für das Herkunftsland eurer Kleidungsstücke?
Weiterlesen: Hier, ein Artikel von Leuten aus der Modebranche
Weiterlesen: Ein Artikel zum „Bündnis für nachhaltige Textilien“
Weiter schauen: Die Arte Sendung Vox Pop, leider nur noch bis nächste Woche online. Wenn ich diesen Beitrag anderswo finde werde ich ihn nachträglich verlinken.

PS: Wer muss bei „Made In Germany“ noch an Rammstein denken^^?

Fair Fashion - Gedanken, Tips und Lösungen

Fair Fashion – Gedanken und Tips für den eigenen Konsum

Das eigene schlechte Gewissen

Rana Plaza – dieser Name geht mir auf den Keks. Zum einen, da nun inzwischen alle einmal von dem Vorfall dort gehört haben müssten und sich trotzdem nichts merklich verändert hat. Zum anderen, da ich selbst schon längst, vor dem Unfall, von diesen grauenhaften Zuständen in den Textilfabriken wusste und bis heute an meinem eigenen Konsum kaum etwas verändert habe.

Manchmal weiß man gar nicht, weshalb es so nervig ist immer wieder die selben Themen zu hören und zu lesen, bis man versucht sich darüber klar zu werden warum dich das so nervt. In diesem Fall ist mein Grund eben der, dass ich mir selbst zwar große Ziele stecke, um mein eigenes Gewissen zu beruhigen, aber die Durchführung wahnsinnig viel Disziplin erfordert.

Ausreden und Lösungen?

Da kommt mir oft der Gedanke, die Ausrede, die von Vielen verwendet wird, dass Fair Trade produzierte Kleidung um ein vielfaches teurer ist als herkömmlich hergestellte. Da kann man sich nicht mal eben ein vier Euro Top kaufen, dass gibt es da einfach nicht (aus gutem Grund natürlich). Dann werde ich mir aber über die Blödsinnigkeit dieses Arguments bewusst. Der Schlüssel ist weniger und bewusster zu Konsumieren. Anstatt jeden Monat ein Teil bei H&M und co zu kaufen, das Geld ansparen und ein Teil im viertel Jahr bei einem fairen Hersteller zu erstehen. Wenn ich mir meinen Kleiderschrank so ansehe, müsste ich mir vermutlich die nächsten fünf Jahre keine neue Kleidung mehr kaufen, da ich einfach genug von allem habe. Ich habe so viel, dass ich das alles nicht auftragen kann, sondern eher einfach weggebe, da ich Platz für Neues brauche.

Das ist das nächste: anstatt in Klassiker mit Qualität zu investieren, wird nur nach Trends und Schnelllebigem geshoppt. Natürlich lassen sich schlichte Teile nur schwer mit dem Modeherz, das in uns steckt, vereinbaren. Dennoch wäre ich selbst viel glücklicher, wenn ich in meinen Schrank greifen könnte und bei jedem Teil sagen könnte, das steht mir, das sieht gut aus und das fühlt sich auch gut an.

Hohe Preise = Langlebigkeit?

Ein weiteres Problem ist auch, dass Fair Trade produzierte und preislich teurere Kleidung nicht gleich Qualität und Langlebigkeit heißt. Da muss man auf Erfahrungsberichte von anderen zurückgreifen und diesen vertrauen oder einfach in den sauren Apfel beißen. Aber auch hier sagt mein Gewissen wieder: lieber 50 Euro für ein T-Shirt ausgegeben, bei dem ich weiß das Geld wird fair verteilt auf Hersteller, Lieferanten, Vertrieb etc., auch wenn es nach zweimal tragen ein Loch hat oder nach dem Waschen aus der Form gerät. Mit den vier Euro bei H&M ist einzig und allein dem großen Konzern gedient und nicht der kleinen Näherin, ohne die es das Top nie gegeben hätte.

Meine persönlichen Ziele 

Meine Vorsätze sehen also wie folgt aus:
1. Sollte ich das Bedürfnis haben, etwas modisch neues kaufen zu wollen, dann erst einmal die Shops durchsuchen, bei dem sich das schlechte Gewissen nicht meldet
2. Sollte ich etwas neues kaufen müssen, da altes kaputt gegangen ist, wie Schuhe, Winterjacke etc., dann nur im Notfall Kompromisse eingehen

Kompromisse für das Gewissen

Ich weiß die Verführung ist groß. Bei H&M bin ich mir einfach sicher, die Sachen passen mir und ich weiß welche Größe ich dort shoppen muss, damit es gut aussieht. Und gehe ich in ein H&M oder schaue mir den Katalog an, dann finde ich auch immer etwas, dass mir gefällt.
Vielleicht wäre es schon ein Anfang, ein billig Teil im Jahr durch ein Stück aus einem fairen Shop zu ersetzen.

Auch wenn sich die Unternehmen nur langsam bewegen, in der Blogosphäre sehe ich eine große Veränderung. Einige haben umgeschwenkt und wollen ihre Garderobe komplett umstellen. Und wieder andere machen sich wenigstens Gedanken über das Thema und erkundigen sich darüber, unter welchen Zuständen Kleidung gefertigt wird.

Weiterlesen: Kurzer Gedanke und eine Empfehlung
Weiterschauen: die nächsten sieben Tage könnt ihr euch noch die Dokumentationen „Giftiges Leder“ und „Todschick – die Schattenseite der Mode“ auf arte+7 anschauen oder auf WDR.de die Dokumentation „Hungerlohn für hippe Mode“

Mich würde sehr interessieren, wie ihr zu dem Thema steht, schreibt mir gern eure Meinung.