Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Fair Fashionlabel House of Wolf – eine Vorstellung

Hallo du, schön dass du zu House of Wolf gefunden hast :). Diesen Blog habe ich 2014 gestartet, um eine Plattform zu haben, auf der ich über mein Modelabel schreiben kann. Ich wollte dich auf dem Laufenden halten, was da alles passiert und dir vor allem auch meine Mode zeigen.

Mit der Zeit haben sich viele andere Themen eingeschlichen, die mich persönlich beschäftigt haben. Erst jetzt nach zwei Jahren ist mir aufgefallen, dass ich dir nie wirklich das Label genauer vorgestellt habe (upsi…). Und das hole ich jetzt nach:

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Vor zwei Jahren entstand mein Wunsch einen neuen Wind in die faire Modelandschaft Deutschlands zu bringen. Ich wollte fernab von den immer gleichen Basics, die es schon in großer Stückzahl fair produziert am Markt gibt, ein neues Label erschaffen, das ganz anders ist. Und so habe ich meine Ideen in die Tat umgesetzt und das faire Modelabel House of Wolf gegründet.

Das House of Wolf Design ist einzigartig schön

Der Stil meiner Kunden ist außergewöhnlich, individuell und erwachsen und genau das versuche ich in den Stücken von House of Wolf auszudrücken. Jedes einzelne Teil hat das Potenzial dein neues Lieblingsstück zu werden. Ich möchte, dass du dich wohl fühlst in meiner Mode und deinen ganz eigenen Stil ausleben kannst. Ich will die Individualität jeder einzelnen Frau unterstützen und ein Gefühl der Einzigartigkeit schaffen.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Mit meinem Label will ich Teil des neuen Slow Fashion Bewusstseins sein und dieses weiter voran bringen

Mir ist eine faire Produktion wichtig, dass meine Kleidung zu fairen Löhnen und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wird und habe mich deshalb für eine Fertigung in Deutschland entschieden. Für die aktuelle Kollektion habe ich eine kleine Schneiderei in Sachsen gefunden und mit dem Nähen der Kleidung und Taschen beauftragt.

Die Stücke von House of Wolf sind hervorragend verarbeitet und aus qualitativ hochwertigen Stoffen hergestellt. Die verwendeten Bio-Baumwollstoffe sind alle GOTS zertifiziert. Der Anbau der Baumwollpflanzen, Garnherstellung, Weben und Veredeln dieser Stoffe, hat alles in der Türkei stattgefunden.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

House of Wolf will zu einer besseren Welt beitragen

Als Inhaberin eines Modelabels, bin ich mir bewusst um die Verantwortung die ich gegenüber Mensch und Natur habe und will es daher besser machen, als die konventionellen Modeunternehmen. Ich lege Wert auf eine lokale Produktion, außerdem gibt es von jedem Design nur eine Handvoll Stücke und distanziere mich somit von der Massenherstellungen.

Neben kurzen Lieferketten und Bio-Baumwollstoffen will ich noch mehr an der Nachhaltigkeit von House of Wolf arbeiten. Bei der nächsten Kollektion werde ich meine dazu gewonnen Erfahrungen einfließen lassen und es noch besser machen.

Die Werte von House of Wolf:

Fairness
Die Fertigung der Kollektion wurde komplett in Deutschland verwirklicht, unsere Bio-Baumwollstoffe sind alle GOTS zertifiziert und mir ist eine faire Endpreisgestaltung für dich wichtig.

Qualität
Bei mir geht Qualität vor Quantität: Ich lasse in kleinen Stückzahlen und mit hochwertigen Materialien produzieren. Slow Fashion ist mein Mantra.

Individualität
So ein einzigartiges Design bekommst du sonst nirgends. Kleine Details geben jedem Teil Persönlichkeit und hohen Wiedererkennungswert. Es soll zu deinem neuen Lieblingsstück werden.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Und noch ein paar Worte über mich

Hey 🙂 mein Name ist Stephanie,
ich bin Gründerin von House of Wolf und studierte Modedesignerin.
Kaum etwas macht mich glücklicher als, in riesigen Stofflagern zu stöbern und tolle Schätze zu finden. Dabei fühle ich mich wie ein Kind im Süßwarenladen. Nach Hause fahre ich dabei immer mit Materialien aus natürlichen Fasern. Nichts fühlt sich besser an als Naturstoffe!

Nachhaltigkeit und faire Kleidung ist für mich in den letzten Jahren ein großes Thema geworden. Umso mehr ich mich damit auseinandersetze, desto mehr möchte ich selbst Teil der Slow Fashion Welt sein. Meinen eigenen Kleiderschrank versuche ich daher so fair und nachhaltig zu füllen, wie es mir nur möglich ist.

Fair Fashionlabel House of Wolf - eine Vorstellung

Noch mehr Infos?

Wenn ihr noch mehr über mich oder House of Wolf wissen möchtet oder tolle Inspirationen sucht, dann folge House of Wolf doch auf Facebook, Instagram oder Pinterest.
Den Shop findet ihr auf DaWanda hier und die Homepage für noch mehr Fotos findet ihr hier.
Hast du noch brennende Fragen? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail an info@houseofwolf.de.

 

Advertisements
House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe

Es war ein wenig still hier in der letzten Woche. Das hat auch seine Gründe. Ich habe mir Zeit genommen, um an meinem Modelabel weiter zu feilen und vielleicht den nächsten Schritt zu wagen.
Bereits seit zwei Wochen bin ich tief in der Recherche, um zukünftige Projekte fest zu machen und mir feste Ziele zu stecken. Mehr Infos folgen hoffentlich bald.

House of Wolf: Ich brauche eure Hilfe | Umfrage zum Thema Mode

In der Zwischenzeit brauche ich eure Hilfe: Ich habe ein kleine kurze Umfrage erstellt, die sich rund um das Thema Mode dreht. Das Hauptthema dabei ist faire Mode aus Deutschland. Es sind ein paar Fragen, die mir einfach nicht aus dem Kopf gehen und zu denen ich gerne ein paar unparteiische Antworten hätte (mein Freund ist da kein guter Ansprechpartner, überhaupt nicht an Mode interessiert und auch sehr voreingenommen ;)). Auch wenn ihr nicht unparteiisch seit^^, die Umfrage kann Jeder mitmachen (Frauen und Männer), auch diejenigen, die sich weder viel mit Mode, noch mit fairer Kleidung beschäftigen. Die Fragen sind sehr allgemein gehalten und leicht zu beantworten (und übrigens anonym) 🙂

Hier gehts zu Umfrage!

Ich freue mich über jeden Teilnehmer und bin für jeden dankbar, der sich die fünf Minuten Zeit nimmt.

Danke schon mal 😀 Gibt mir gerne Feedback in den Kommentaren oder per Mail stephanie@houseofwolf.de

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Meine Fashion Wishlist

Ich glaube jeder hat sie: eine Fashion Wishlist, eine Wunschliste mit Kleidung die man gerne im Schrank hängen hätte. Mal sehen, ob meine Wünsche vielleicht auch was für euch wären (ich will ja niemanden anfixen ;))

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Jeans von SEY

Schon lange auf der Liste: Eine Jeans von SEY Organic Jeans. Das Unternehmen produziert ihre Jeans ethisch korrekt und mit Bio-Baumwolle. Bei den Produkten steht dabei, wo der Rohstoff herkommt und auch in welchem Land die Jeans produziert wurde. Alle Produktionsstätten sind in Europa zu finden. Sie haben eine GOTS-Zertifizierung und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Außerdem ist ein großer Pluspunkt für mich, dass Knöpfe und Nieten nickelfrei sind, da hatte ich mit anderen Hosen schon Probleme. Angetan hat es mir das Modell NENA in Schwarz oder Moon Blue. Total spannend finde ich auch die Jeans mit Schlag wie AMANDA in Pacific Blue oder CELINE in Night Blue, ich denke aber Schlaghosen würde ich wohl nicht oft tragen und dafür sind sie dann zu schade.

Schwarze Seidenbluse von Everlane

Auch sofort verliebt habe ich mich in diese Seidenbluse von Everlane. Schwarz, schlicht, minimalistisch, Kastenform – einfach total mein Ding. Der Kragen ist auch so wunderbar, klein und schmal, fast unsichtbar und doch ist da ein Kragen! 100% Prozent Seide, natürlich kein einfaches Material, aber so angenehm auf der Haut.

Für alle die Everlane noch nicht kennen, es ist ein Unternehmen, ansässig in San Fransicso, welches offen darlegt, wo ihre Produktionsstätten liegen. Sie produzieren in China genauso, wie in den USA und nehmen großen Abstand von „Sweatshops“. Außerdem legen sie offen dar, wie sich ihre Kosten und die Kosten der Produkte errechnen und bieten dadurch faire Preise, für Produzenten bis zum Konsumenten. Auch wenn sie keine Zertifizierungen haben, ich habe bisher nur gutes von der Firma gehört.

Der große Haken ist leider, dass Everlane nicht direkt nach Deutschland verschicken, sondern nur über einen Drittanbieter. Dadurch wird der Versand recht teuer und zurückgeben kann man die Sachen auch nicht, wenn sie nicht passen. Daher mein Plan, ich nähe mir die Bluse nach und versuche sie ähnlich hin zu bekommen (mal sehen, ob ich das je in die Tat umsetzte, haha ;)).

Eine alternative Bluse, (leider nicht in schwarz) gibt es bei LUXAA.

Schwarzer Cardigan von Armedangels

Auch auf der Liste steht dieser lange Cardigan, aus Bio-Baumwolle, von Armedangels. Der Schnitt ist so richtig schön lässig und Basic, aber der Strickt hat ein Rippmuster, welches ich besonders schön finde. Ein Teil, das zu allem passt.

Dieser Longcardigan ist auch ganz toll und aus dem besonders nachhaltigen Material Lyocell gefertigt.

Ich denke zu Armedangels muss ich nicht viel sagen, die sind wahrscheinlich den meisten schon ein Begriff. Wenn ich zurückdenke, dann ist es die erste Firma, die ich kannte, die unter fairen und ökologisch guten Bedingungen produziert hat. Das Tolle an ihnen ist, dass sie ihre Philosophie kommunizieren, dabei aber nie aufdringlich wirken. Schon immer fand ich ihre Sachen modern und ansprechend, dass kann ich leider immer noch nicht von allen „Öko-Modelabels“ sagen.

Grundsätzlich schaue ich mir gerne Kleidung im Netz an und auch in Katalogen, aber shoppen tue ich immer noch am liebsten offline. Leider ist es schwierig nachhalltige Mode, außerhalb des Internets zu finden, zumindest, wenn man in einer kleineren Stadt wie meiner wohnt.

Was steht auf eurer Fashion-Wishlist? Welches Teil werdet ihr euch als nächstes zulegen?

Fünf der großartigsten Modedesigner heute | House of Wolf

Fünf der großartigsten Modedesigner heute

Mode ist für mich mehr als nur Kleidung. Es ist mehr als das was man sich in der Früh anzieht, um nicht nackt zu sein, um nicht frieren zu müssen. Für mich ist es Ausdruck von Persönlichkeit und genauso Kunst. Das was auf den Laufstegen gezeigt wird, ist selten einhundert Prozent so gedacht, für den „Alltag“. Die Kollektionen zeigen Geschichten und überspitzte Darstellungen von Gegebenheiten. Einige Modedesigner können das ziemlich gut und ein paar derer möchte ich euch heute vorstellen.

Fünf der großartigsten Modedesigner heute | House of Wolf

Veronique Branquinho

Veronique Branquinho habe ich erst vor kurzem entdeckt, liebe ihren Stil aber jetzt schon. Ich war ziemlich geflasht von ihren Kampagnen, bei denen ein großer Teil aus Gruppenbildern besteht. Man sieht schöne starke Frauen, die Fabelwesen gleichen. Sie stehen da, wie Säulen, als ob sie auf etwas warten würden. Sie schauen den Betrachter der Fotos an, so dass er selbst zum Beobachteten wird. Die Stimmung, die die Fotos verbreiten ist ziemlich fantastisch. Die Szenen wirken wie aus einer Erzählung, einem Märchen oder einer Fantasysaga. Allein wegen der Ausdrucksstärke, lohnt sich ein Blick auf die Designerin. Natürlich sind auch die Kleider ein Traum 😉

Alexander McQueen

In einem Post vor einiger Zeit, hatte ich bereits von einer Kollektion von Alexander McQueen geschwärmt. Auch nach Alexanders Tod empfinde ich das Label immer noch als eines der Besten, die in der Modewelt zu finden sind. Die Liebe zum Detail spiegelt sich in jedem einzelnen Stück wieder, dass von dem Label produziert wird. Meist sind es sehr opulente Kleider, große Roben, die bestickt oder mit hundert kleinen Falten verziert sind. Die Fashionshows von McQueen sind jedesmal ein aufwendiges Schauspiel. Alexander McQueen hat durch seine Kollektionen und den Shows nicht nur Kunstwerke erschaffen, sondern hat auch Kritik an der Gesellschaft geübt.

Jean Paul Gaultier

Gaultier habe ich euch schon vorgestellt, als ich von der Modeausstellung in München berichtet habe, deswegen nur ein paar Worte zu ihm. Bei seinen Designs hat man immer den Eindruck, er hat viel spaß bei seiner Arbeit und nimmt die Mode nicht zu ernst. Gleichzeitig, verschließt er sich aber auch nicht vor der Gesellschaft und deren Problemen.

Gareth Pugh

Die erste Kollektion, die ich von Gareth Pugh gesehen habe, war komplett schwarz mit Lackelementen und vor allem haben geometrische Formen herausgestochen. Er ist quasi der Architekt der Modewelt. Er erschafft Formen in Kleidung, die sehr konstruiert und durchdacht wirken. Auch bei seinen Werken, habe ich immer das Gefühl, er möchte mit ihnen eine Geschichte erzählen. Seine Mode wirkt sehr düster, nicht nur durch das Schwarz, welches Pugh viel verwendet, sondern auch dadurch, dass es seine Models oft komplett verhüllt. Er setzt ihnen Masken auf oder baut den Kragen so hoch, dass sie kaum noch darüber hinweg sehen können.

 

Yohji Yamamoto

Der Herr weiß, wie man mit Stoff umgeht. Er zaubert auf den ersten Blick simple Teile mit viel Material. Lässt man sich von den Formen und Falten leiten, sieht man wie ausgeklügelt die Schnitte sind und wie geschickt ein Stoff zu einem Kleidungsstück drapiert wurde. Er ist ein Meister der Schnittführung. Besonders bezeichnend für den Stil von Yohji Yamamoto, ist die Asymmetrie. Auch dadurch hat man bei Yamamoto oft das Gefühl, die Sachen wären im „wahren Leben“ nicht tragbar. Er zelebriert den Dekonstruktivismus in seinen Designs und das macht ihn so innovativ und besonders, auch dass seine Damenmode sehr männlich anmutet und eher androgyn als weiblich ist.

Auf meiner Pinnwand „Fashion Designer I Love“, habe ich ein paar der schönsten Designs herausgesucht. Welcher ist euerer Meinung nach der inspirierendste Modedesigner?

Capsule Wardrobe: Meine Erfahrungen und mein Fazit

Capsule Wardrobe: Meine Erfahrungen und mein Fazit

Ursprünglich wollte ich euch noch einen Zwischenbericht zu meiner Capsule Wardrobe geben und über meine ersten Erfahrungen, sowie Fehler erzählen, aber jetzt habe ich doch bis zum Ende gewartet. Das bedeutet auch, dass euch zum Schluss des Posts mein Fazit erwartet.

Capsule Wardrobe: Meine Erfahrungen und mein Fazit

Diese Woche endet also meine erste Capsule Wardrobe. Ich habe sehr viel über mich, meine Kleidung und meinen Stil gelernt, auch einige Fehler habe ich gemacht.
Die erste Woche war echt vielversprechend. Ich habe ein Oberteil getragen, das lange Zeit ungenutzt im Schrank lag und welches ich jetzt echt gerne trage. Die Wochen danach haben mir aber schon die Schwachstellen meiner Auswahl aufgezeigt.

Bevor ich gestartet hatte, habe ich eine Hose getragen, bei der ich wusste, die möchte ich gerne dabei haben, bei meiner Wahl, also war diese auch nicht vorher gewaschen worden. Sobald ich mein Kleiderschrank fertig eingeräumt hatte, hatte ich mich umgezogen und wir sind zu Freunden zum Abendessen gefahren. Besagte Freunde haben einen Hund und „intelligent“ wie ich war hatte ich meine schwarze Hose angezogen – nach dem Abend ging diese erstmal, voll mit Hundehaaren, in die Wäsche. Von drei Hosen in meinem Projekt, waren Zwei also schon in der Wäsche.

Tja, tollpatschig wie ich nun einmal bin, hatte ich mir tatsächlich, die dritte Hose einen Tag danach, mit Schokolade beschmiert. So schnell ging das und ohne meine zwei Backups wäre ich ohne Hose dagestanden. Meine Backups sind zwei Teile, die schon so dünn sind, dass es nur noch Tage dauert, bis sie durchgelaufen sind. Eine davon ist jetzt schon im Müll gelandet, da sie (nach 10 Jahren Benutzung) nun endgültig aufgetragen war.

Dann war mein großes Problem, eine ganze Waschladung zusammen zu bekommen, bevor ich nichts mehr anzuziehen hatte. Der Kleiderschrank wurde immer leerer, aber die Waschmaschine war immer noch nicht ausgelastet. Ich schalte die Maschine ungern an, so halb leer. Irgendwie habe ich das dann schon hinbekommen, nur mit ein paar Teilen blieb es schwierig, zum Beispiel die mintfarbene Strickjacke. Sie besteht zu einem großen Anteil aus Wolle, sie durfte also nicht zu heiß gewaschen werden und auch nicht zu sehr geschleudert werden. Da ich sonst nur dunkle Wollpullis im Schrank hatte, konnte ich den Cardigan nur einmal waschen, in den drei Monaten.

Ähnlich ging es mir mit der cremefarbenen Seidenbluse. Ich hatte nicht gesehen, dass sie am Saum einen Fleck hat. In der ganzen Zeit des Projekts habe ich sie nicht einmal getragen, da ich sie vorher hätte waschen müssen und ebenfalls keine ganze Waschladung für das Seidenteil zusammen bekam (und für Handwäsche, bin ich eindeutig zu faul ;)).

Nicht nur die Bluse habe ich gar nicht getragen, auch die zwei Röcke und die Shorts haben nicht einmal einen Einsatz gehabt. Das hatte ich mir am Anfang schon fast gedacht, ich bin einfach nicht so ein Rock- und Kleider-Mensch und im Winter ist mir das auch schlicht zu kalt. In Strumpfhosen fühle ich mich eigentlich immer unwohl und so ist das auch an milden Tagen nichts geworden, mit dem Tragen. Aber ich wollte mir trotzdem die Möglichkeit geben, deshalb hatte ich die drei Teile in meinen Kleiderschrank aufgenommen.

Auch ein Blazer anstatt von zweien hätte es getan. Den schwarzen Blazer aus Samt habe ich an Silvester getragen, der andere hing einfach ungenutzt im Schrank.
Natürlich hat das auch was damit zu tun, dass ich im Grunde die ganze Woche nur zu Hause bin und am Schreibtisch sitze und arbeite, selten komme ich nach draußen, vor die Tür. Es ist mir einfach zu unpraktisch in einem Blazer oder mit einengender Strumpfhose am Computer zu sitzen. Natürlich trage ich keine Jogginghosen und ausgebeulte Sweatshirts, aber eine gewisse Bewegungsfreiheit muss schon sein und deswegen lieber Jeans und Strickpulli.

Noch einen wirklich großen Fehler hatte ich bei der Zusammenstellung gemacht: Ich hatte mir nicht genug Zeit genommen, um Kombinationen mit meinen ausgesuchten Teilen auszuprobieren. Ich hatte mich auf Sachen geeinigt, die ich gerne im Winter tragen wollte, die aber teilweise sehr schwer in Kombination mit dem Rest waren. Da habe ich einen Pulli, der so einen großen Ausschnitt hat, dass ich kaum Longsleeves oder Blusen hatte, die darunter gut aussahen. Oder ein Longsleeve mit Kragen, den ich kaum unter Pullis tragen konnte. Oder die Weste die auf Allem, irgendwie falsch aussah. Da hätte ich mir definitiv mehr Gedanken machen sollen.

Ich glaube das ist auch der Grund, warum mich meine Sachen hin und wieder gelangweilt haben. Irgendwie habe ich dann doch die große Auswahl vermisst, da das was ich zum anziehen hatte, nicht richtig gut aussah.

Eine große Positive Sache hatte das aber allemal: Ich habe früher oft jeden Tag etwas neues aus dem Schrank gezogen und dann nach dem Tragen, auf den Stuhl gelegt – ich meine Hosen und Strickjacken braucht man nicht nach einmal tragen waschen. Bei dem Projekt hat mir eben die Masse gefehlt, um alles irgendwo rumliegen zu haben, daher habe ich die Outfits getragen, bis sie in die Wäsche mussten. Der Stapel auf dem Stuhl ist also kleiner geworden, ich war aber auch jedes Mal froh, wenn ich wieder frische Sachen aus dem Schrank nehmen konnte.

In diesem Post hatte ich über den besonderen Stapel im Schrank berichtet, der aus Teilen besteht, die repariert oder verändert werden müssen. Leider habe ich nichts davon bearbeitet, er ist sogar noch größer geworden…

Fazit:

Auch wenn ich nicht alles richtig gemacht habe oder bedacht hatte, ich hatte viel Spaß mit meinem Minimalismus-Kleiderschrank. Ich werde noch einen zweiten Versuch starten. Wettertechnisch wird das wieder eine Herausforderung werden. Die neue Capsule Wardrobe (oder dieses mal vielleicht wirklich Project 333?) soll also den halben März, den April, den Mai und den hallen Juni umfassen. Da kann also jede Temperatur vertreten sein, von Winter bis Hochsommer alles! Puh, mal sehen, wie ich das dieses Mal hinbekomme 🙂

Erreichen möchte ich eine „No-Brainer-Wardrobe“, also eine Garderobe, bei der man alles zusammen tragen kann und egal was man aus dem Schrank zieht – es passt! Daher nehme ich mir diesmal auf jeden Fall mehr Zeit für das Kombinieren – alles anprobieren und mindestens zwei brauchbare Outfits mit den Teilen gestalten.

Ich werde mich jetzt, drei Monate später, noch einmal den zwei Kisten mit den ausgemisteten Sachen widmen und sie dann weggeben.

Zum ausmisten noch einen Tipp: Fotos machen von ehemaligen Lieblingsdingen, die einfach nicht mehr gut sind und weg müssen. So habe ich zum Beispiel meine Lieblingspumps fotografiert und anschließend weggeworfen. Die Sohle war abgetragen und sie hatten sich verfärbt, also mussten sie gehen.
Wenn ihr Kleidung spenden wollt, dann lest diesen Artikel und ihr wisst wo ihr diese am besten hinbringt.

Hier noch meine liebsten Inspirationsquellen für Capsule Wardrobes, Project 333 und/oder Minimalismus:

YouTube:
Simply Newtral
My Green Closet
Lavendaire
Minimal Mimi
mademoiselle
Bookish & Belle
ViviannaDoesMakeup
Rachel Aust

Blogs:
Simply Newtral
jenny mustard
FashionqueensDiary

Wenn ihr meine vorangegangenen Posts zu Minimalismus und Project 333 lesen wollt, dann findet ihr hier meine Einführung, hier meine Vorgehensweise bis zur Capsule Wardrobe und hier den Überblick über meine Winter Garderobe 2015/16.

Gothic Dress "Velum"; Shop at DaWanda; Fashion: House of Wolf, Photographer: Gordon Nehmeyer, Model/Makeup/Hair: Sabrina Kottke, Retouch: Stephanie Wolf; House of Wolf

Das kleine Schwarze – zu jeder Gelegenheit passend

Gestern bin ich auf ein wunderschönes Seidenkleid gestoßen. Es ist von hessnatur und ist ein Zerowaste Kleid, dass heißt, dass bei der Produktion des Stückes kaum Abfälle in Form von Stoffresten entstehen. Ich habe mich sofort in das Kleid verliebt. Es ist so schlicht und klassisch und gleichzeitig auch so wandelbar. Ein Traum!

Das kleine Schwarze ist ja ein Klassiker, dass jede Frau im Schrank haben sollte. Es kann zu jeglicher Gelegenheit angezogen werden (1). Durch Accessoires kann es passend für eine Hochzeit eine Cocktailparty oder für den Alltag gestyled werden (2). Trägt man zum Beispiel eine lässige Strickjacke darüber, wie diese hier, einen gemütlichen Schal und dann noch grobe Stiefel dazu, dann ist das Kleid alltagstauglich. Tauscht man Schal und Strickjacke gegen eine schmale Kette und Blazer aus, so ist es das richtige für das Büro. Mit einer farbigen Statement-Kette und Sandaletten, ist es das Outfit für eine Gartenparty.

Es hält sich hartnäckig das Gerücht (2), dass das kleine Schwarze von Gabriele Coco Chanel erfunden wurde, vermutlich hat sie es aber nur salonfähig gemacht. Ursprünglich war Schwarz die Trauerfarbe bei Beerdigungen und für Witwen. So war auch das Kleid als Trauerkleidung angedacht. Chanel hat es geschafft, dass es nicht nur als solches gesehen wurde. Sie selbst hat es zu jeder Gelegenheit getragen. Allgemein hat sie viel für die Frauen und die Mode getan, aber das ist wohl anderes Thema 😉 (3)

In den 50er Jahren ist es dann richtig populär geworden (1) und spätestens seit Audrey Hepburn’s Etuikleid von Givenchy, in dem Film „Frühstück bei Tiffany“, ist es in der Mitte der Gesellschaft angekommen. (4) Das kleine Schwarze ist ein großer Teil der modernen Geschichte und steht bezeichnend für den schnellen Weg die die Mode geht. (5)

Heute gibt es das kleine Schwarze in jeglicher Form. In unterschiedlichen Silhouetten und Materialien ist für Jeden eines dabei. Es ist nicht genau definiert, wie es aussehen soll, dass kann man individuell entscheiden. Nur die eine Gemeinsamkeit, die Farbe Schwarz, muss es haben. (6)
Meine Interpretation des Kleides findet ihr hier. Es ist auch vielseitig, wandelbar und mega bequem.

Habt ihr euer perfektes kleines Schwarzes schon gefunden? Zu welcher Gelegenheit tragt ihr es?

PS: In meinem DaWanda Shop könnt ihr noch bis 23. Februar versandkostenfrei bestellen 😉

Quellen:
(1) Petra
(2) kissnapping
(3) Welt.de
(4) Modeopfer
(5) Gothic Beauty
(6) Wikipedia

Modeausstellung im Münchner Stadtmuseum - Damenmode der dreißiger Jahre

Modeausstellung im Münchner Stadtmuseum – Damenmode der dreißiger Jahre

Für alle Münchner und die die nach München kommen, habe ich einen super Tipp: bis zum 29. Mai 2016 ist im Stadtmuseum die Ausstellung „Gretchen mag’s mondän – Damenmode der 1930er Jahre“ zu sehen.

Ich habe sie mir letzte Woche angesehen und war sehr positiv überrascht. Gerechnet hatte ich mit einem kleinen Raum, mit ein paar Stücken, aber die Ausstellung ist doch ein bisschen größer. Auf zwei kleineren und einen großen Raum erstreckt sich eine Vielfalt von originalen Stücken aus den 30er Jahren:

Im ersten Raum sieht man Cover von Modezeitschriften und auch ein paar echte Magazine kann man dort bewundern. Es gibt auch gleich eine super Einführung zum Thema, die man auf Tafeln lesen kann. Der große Raum bietet Vintage-Kleidung und Accessoires. Zuletzt findet man noch ein Kino in dem Filmausschnitte und alte Werbung zu sehen ist und der hinterste Raum präsentiert aktuelle Arbeiten der Meisterschule für Mode in München.

Die Ausstellung zeigt, die Wunsch-Garderobe, der Menschen damals, von Morgens bis Abends. Spannend war die Vorstellung, dass für jede Gelegenheit und Tageszeit, sich umgezogen werden sollte. In der Früh trug man den Morgenmantel, zwischen 17 und 19 Uhr hat man sich in das Tagesendkleid geschmissen und Abends gab es natürlich ein weiteres Kleid. Die Realität war eine andere. In den 30er Jahren konnten sich die wenigsten Leute diesen Luxus leisten und haben stattdessen, von Morgens bis Abends das Selbe getragen. Damals wurde überwiegend Seide und Wolle für die Kleidung verwendet, natürlich auch Kunstfaser, aber hauptsächlich Materialien natürlichen Ursprungs.

Sehr deutlich wurde auch durch die vielen Fotos und Filmausschnitte, welches Styling die Damen bevorzugt getragen haben. Die Haare kurz, mit Wasserwelle und Locken. Die Augenbrauen abrasiert und täglich aufgemalt – heute kaum vorstellbar mit den fast schon buschigen Brauen, die immer noch modern sind.

Es galt als unschick und männlich eine Hose zu tragen, daher gab es in der Damenmode nur Kleider und Röcke. Erst gegen Ende der dreißiger Jahre, mit Anfang des zweiten Weltkrieges, wurde die Hose zum Hauptkleidungsstück der Frauen, da diese praktischer und wärmer und in jedem Haushalt vorhanden war.

Das Thema Mode in der Vorkriegszeit, ging nicht ohne Einmischung der Politik von statten, wie man sich denken kann. Das NS-Regime hat sich in alle Lebensbereiche eingemischt, aber das spannende dabei ist, dass sie ihre Ideologie kaum durchsetzten konnten im Modebereich. Die Kleidung der Frauen war damals stark beeinflusst, von der Mode in Paris. Die Deutsche hat sich von Frankreich einiges abgeschaut und alles was dort Trend war, war auch bei uns schick. Dagegen konnten die Nazi nicht ankommen. Den Gretchenzopf, den die NS als passende und angemessene Frisur verbreiten wollte, hat keinen großen Anklang gefunden, genauso wenig das Zigaretten rauchen konnten sie den Frauen austreiben. Es war immer der Gedanke da eine einheitliche geziemende deutsche Mode zu kreieren, aber die Durchführung hat nie stattgefunden.

Obwohl man viel über die politische Situation erfährt, ist es keine deprimierende „drittes Reich“ Ausstellung. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich bin mit positiven Gefühlen raus gegangen und vor allem habe ich viel neues gelernt. Wenn ihr also neben der Jean Paul Gaultier Ausstellung noch eine Weitere mit Mode sehen wollt, dann kann ich euch diese im Stadtmuseum nur empfehlen.

Wenn ihr Inspirationen zur Mode sehen wollt, dann habe ich hier auf Pinterest ein Board angelegt, mit Damenkleidung der 1930er Jahre.

Wie man den eigenen Kleidungskonsum verbessern kann

Wie man den eigenen Kleidungskonsum verbessern kann

Über die Internetseite fair-fashion, habe ich ein schönes Video von Greenpeace Deutschland gesehen. Im Video rufen sie zu einem bewussteren Konsum von Kleidung auf. Das Video ist Teil der Greenpeace Kampagne „Konsumbotschaft“.

Sie rufen zum Handeln auf, selbst durch kleine Schritte die Welt zu verbessern. Eine praktische Liste von 10 Tipps zeigt, wie man zu neuer Kleidung kommt, auch ohne dadurch Mensch und Natur zu belasten.

Ein Paar dieser Punkte verfolge ich auch und bei ein paar habe ich noch meine Probleme. Ich finde auch, dass man nicht immer etwas neues kaufen muss. Meist ist es schon spannend seinen Kleiderschrank nach Schätzen zu durchforsten und dabei auf vergessene Teile zu stoßen, vor allem diese dann mit den Lieblingsstücken zu kombinieren, finde ich immer spaßig und macht mir Freude.

Auch die Idee von Second-Hand gefällt mir grundsätzlich, aber da hapert es bei mir noch bei der Umsetzung. Erst ein einziges mal habe ich etwas aus zweiter Hand gekauft, zufällig auf dem Flohmarkt entdeckt. Irgendwie finde ich sonst die deutschen Second-Hand-Läden ziemlich schrecklich (vielleicht geht das nur mir so?). Dort findet man nur sehr selten schöne und außergewöhnliche Sachen und zu oft musste ich den schlechten Zustand der Kleidung feststellen. Ausgelatschte Schuhe und T-Shirts mit Flecken oder Löchern habe ich selbst genug zu Hause. Bei Bloggern aus dem Ausland sehe ich immer wieder, wie sie tolle Teile in Thrift-Stores gekauft haben… Wenn ihr also Tips für mich auf Lager habt, wie und wo ich gute Second-Hand Kleidung bekomme, immer her damit 🙂

Noch eine Idee ist alte Kleidung umzuändern, dass sie wieder top aussieht. Das habe ich auch schon öfters versucht und bin meist gescheitert. Das Ergebnis war selten das, was ich mir gewünscht hätte, aber aufgeben werde ich das nicht, dafür liegen noch zu viele geplante Projekte im Schrank. Da bewundere ich die Bloggerin und YouTuberin Annika, die regelmäßig Videos postet, zu Kleidung aus Thrift-Stores, die sie umgenäht hat. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei, sie geht immer sehr locker ran, an die Lösungsfindung.

Noch einmal auf die Greenpeace Kampagne zu sprechen zu kommen, ich finde es super, dass sie vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen wollen, denn bei denen sollte sich das Denken hinsichtlich Kleidungskonsum deutlich ändern. Meiner Meinung nach, ist das ein schwieriges Thema, aber Jeder der mitmacht und wenigstens darüber nachdenkt, ist schon eine Hilfe, für die Näherinnen und für Tiere und Pflanzen.

Wenn ihr noch weitere Gedanken zum Thema Bio-Mode und Konsum von mir lesen wollt, dann empfehle ich euch diesen Post: Kleidung Made in Germany.

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Wie versprochen, bekommt ihr nun konkret zu sehen, was gerade der minimale Inhalt meines Kleiderschrankes ist. Letztlich sind es insgesamt 34 Teile: sieben Longsleeves, fünf Blusen, acht Pullover, vier Cardigans, eine Weste, zwei Blazer, drei lange Hosen, eine Leggings, eine Shorts und zwei Röcke.

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Die „Capsule Wardrobe“ soll für eine Saison passen, in meinem Fall der (unvorhersehbare) deutsche Winter. Vor zwei Wochen hatten wir noch Temperaturen von bis zu Minus 15 Grad Celsius. Jetzt sieht es eher so aus, als ob der Frühling schon eingekehrt wäre, mit bis zu Plus 15 Grad Celsius. Das ist jedes mal wieder eine Herausforderung für mich, mich dem Wetter passend einzukleiden und ich hoffe, das meine Wahl der 34 Teile, die richtige dafür war.

Meine Farbpalette: Hauptsächlich neutrale Töne, viel Schwarz und ein paar farbige Teile.

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

My color palette

Und noch einmal eine bessere Übersicht, über die einzelnen Kategorien:

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Long Sleeve T-Shirts: a cream one, a berry one, a teal one and four black long sleeve t-shirts

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Blouses: one short sleeve blouse with rabbits on it, a silk blouse, a blouse with a comic print, a grey blouse and a black one

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Sweater: a black and withe one, a black and beige sweater, two berry-colored one and four black sweater

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Cardigans and Vest: a black and grey cardigan, a mint-colored one, two black cardigans and a dark grey vest

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Blazer: a black velvet Blazer and a kind-of-camouflage print blazer

34 Pieces: My Winter 2015/16 Capsule Wardrobe

Bottoms: a suede skirt, a pair of wool shorts, a black skirt, denims, a corduroy pair, black pants and leggings

 

Nicht in meiner Capsule Wardrobe:
Was ihr nicht auf den Fotos seht, sind natürlich Sachen wie meine Unterwäsche, Schlafanzüge, genauso nicht meine Sportkleidung. Ebenso liegen noch meine Strumpfhosen und Gürtel im Schrank. Wie ich im Post vorher schon erzählt habe, habe ich noch einen Stapel an Kleidung, die ich für weggehen/tanzen reserviert habe. Und noch der Berg an Sachen, den ich reparieren oder umändern möchte.

Was haltet ihr von meiner Wahl? Meint ihr ich komme damit noch fast zwei Monate, ohne zu cheaten 😉 klar?

Meine ersten Schritte zu einer Capsule Wardrobe

Meine ersten Schritte zu einer Capsule Wardrobe

Minimalismus oder Project 333

Auf der Suche nach einem Weg mein Kleiderschrank zu minimieren, bin ich über einige interessante, aber auch radikale Herangehensweisen gestolpert. Auf YouTube zum Beispiel: Die Leute die dort Minimalismus „predigen“ habe ich immer als sehr dogmatisch empfunden. Mit dieser Vorstellung, mit so wenig wie irgend möglich durch das Leben zu gehen, waren sie für mich zu extrem und die Art und Weise, wie sie selbst von ihren Erfahrungen berichteten, grenzte teilweise schon fast an ein Zwangsverhalten.

Aber auf diesen Weg bin ich auf das „Project 333“ gestoßen. Das besagt, dass man sich 33 Teile für 3 Monate aussucht und den Rest des Kleiderschrankes in Kisten verstaut. Dabei kam mir die Limitierung nicht so streng vor, wie beim Minimalismus, da man sich nicht dauerhaft auf einen verkleinerten Kleiderschrank einrichten muss, sondern nur über einen begrenzten Zeitraum. Diese Challenge hörte sich für mich sehr spannend an.

Ich war quasi unterbewusst auf der Suche nach einer Möglichkeit weniger Klamotten zu haben, aber gleichzeitig kaum etwas her geben zu müssen. In meiner Vorstellung sollte das mit Project 333 funktionieren. Dadurch dass man für längere Zeit die selben Sachen trägt, ist die Kleidung schneller aufgetragen und ich kann sie am Ende mit gutem Gewissen weggeben. Also habe ich vor einem Monat das Projekt gestartet.

Meine ersten Schritte zu einer Capsule Wardrobe

Vorbereitung

Um mich auf die „Erneuerung“ meines Kleiderschrankes vorzubereiten, habe ich mit folgenden Schritten begonnen:

  • Recherche: Die Methode herausfinden, die mir am besten zugesagt hat
  • Ich habe mir eine Farbpalette überlegt, die gut zur Saison und zu mir passt
  • Da Weihnachten und Silvester vor der Tür stand, habe ich überlegt, welche Termine noch anstehen in den nächsten drei Monaten
  • Alles was ich getragen hatte und zu den 33 Stücken zählen könnte, habe ich gewaschen (und im besten Fall, sollten diese dann auch noch gebügelt werden^^)
  • Ich habe mir zwei Kartons bereitgestellt für die Kleidung, die ich einlagern wollte
  • Ich habe einen Karton bereit gestellt, der für die ausgemistete Kleidung war
  • Da ich die Kartons nirgendwo anders als wieder im Kleiderschrank lagern konnte, musste ich auch nirgends Platz schaffen, ansonsten wäre dieser Schritt noch danach gekommen

Bei der Recherche zu meiner Farbpalette, habe ich mir außerdem überlegt wie mein persönlicher Stil aussieht oder wie ich möchte, dass er aussieht. Sich auf wenige Teile zu beschränken kann eine gute Möglichkeit sein, seinen eigenen Stil zu finden und zu definieren. Steht man vor der Wahl und muss sich entscheiden, dann wählt man in der Regel seine besten Sachen, die man am liebsten jeden Tag tragen möchte – und das Beste an der Sache ist, dass man am Ende tatsächlich jeden Tag seine liebsten Sachen tragen wird.

 

Alles raus!

Ich muss sagen, die ganze Recherche zu dem Thema hat mir auf jeden Fall vieles erleichtert und beigebracht, so habe ich einiges von Marie Kondo übernommen:
Angefangen habe ich indem ich meinen ganzen Kleiderschrank geleert habe. Alles habe ich auf das Bett gelegt und nach Kategorien in Stapeln sortiert. Anschließend habe ich alles was ich nicht zu den 33 Teilen zählen musste (wie Schlafanzüge oder Sachen, die man nur zu Hause trägt, siehe auch hier), wieder ordentlich in den Schrank zurück gelegt.

Die „Ummodelierung“ meines Schrankes habe ich auch gleich zum Anlass genommen, um auszusortieren. Also bin ich in etwa so weiter vorgegangen:

Nachdem ich meinen ganzen Schrank geleert hatte und Schlafanzüge, Sportkleidung und Chill-Klamotten wieder reingelegt hatte, habe ich mir die erste Kategorie vorgenommen – in meinem Fall ärmellose Tops. Auch hier habe ich zuerst die aussortiert und zurückgelegt, die ich im Winter immer als Unterhemd, unter der Kleidung, also unsichtbar, trage. Dann habe ich alle anprobiert, bei denen ich unsicher war und diese, die ich schon lange Zeit nicht mehr getragen hatte. Einige habe ich dabei aussortiert und alle anderen habe ich in die Kisten gepackt, da ich zur kalten Jahreszeit sonst keine Tops trage.
Weiter ging es dann mit den T-Shirts, dabei bin ich genauso vorgegangen. Hier habe ich allerdings fast alle weggepackt, da ich auch diese im Winter in der Regel nicht trage. Ein paar habe ich auf den Stapel gelegt, für die Sachen, die ich eventuell an Silvester zum feiern anziehen wollte.

So in etwa habe ich dann weitergemacht, bis ich mich auf die Teile reduziert hatte, die für meine 33 Stück in Frage kamen. Dabei habe ich auch die Methode von Marie Kondo angewendet und jedes Teil einzeln in die Hand genommen und mich gefragt, ob es mich glücklich macht. Das hat überraschend gut funktioniert. Und was ich auch festgestellt habe, auch wenn ich dachte ich kenne meinen Kleiderschrank in und auswendig, es macht doch einen Unterschied, wenn man das Teil anprobiert, anstatt einfach von seiner Erinnerung ausgeht. Viele Sachen habe ich tatsächlich seit Jahren im Schrank und noch nicht einmal getragen. Das hat unterschiedliche Gründe, entweder es entspricht so gar nicht meinem Stil oder meiner Figur oder ich fühle mich einfach nur unwohl darin.

 

Endzustand

Letztlich hatte ich zwei und einen halben Karton voll mit Sachen, die ich einlagere und zwei kleinere Kartons mit Sachen, die ich weggeben möchte. Und ich muss zugeben, ich habe mich nicht auf die 33 Sachen einigen können, die bei Project 333 gezählt werden. Schuhe, Jacken, Schmuck, Schals, Mützen, Handschuhe, Unterhemden, habe ich alles nicht dazu gezählt. In meinen 34 Teilen sind jetzt enthalten: Longsleeves, Blusen, Blazer, Pullover, Cardigans, eine Weste, ein Rock, Hosen und eine Leggings.

Da ich eine Frostbeule bin und im Winter jeden Tag mindestens drei Schichten Oberteile trage, fand ich es ziemlich schwer mich soweit einzuschränken. Ich denke im deutschen Winter trägt man einfach mehr als im Sommer – zugegeben, ich bin ziemlich schlecht darin mich Wetter gemäß anzuziehen, vielleicht werde ich ja jetzt ein wenig besser in dem Punkt.

Zwei besondere Stapel habe ich außerdem noch in meinem Schrank: Den einen durfte ich nur anfassen, um mir Outfits für Weihnachten und Silvester auszusuchen. Da wollte ich mich noch nicht gleich festlegen, vor allem da es noch nicht abzusehen war, welche Temperaturen herrschen werden.
Auf den zweiten Stapel liegen Sachen, die ich reparieren muss: Da sind zwei Teile dabei, die Flecken haben, der eine Cardigan hat ein Loch und die anderen Teile will ich irgendwie umändern. Habe ich diese Reparatur gemacht, darf ich das Teil in meine Garderobe aufnehmen. Das soll eine Motivation für mich sein, endlich die Sachen tragbar zu machen.

Also habe ich nach der ersten großen Hürde schon feststellen müssen, sich zu reduzieren ist gar nicht so einfach. Aber liest man auf der Website zu Project 333 nach, so steht da klar und deutlich, man soll am Ende glücklich mit seiner Wahl sein und sich zu nichts gezwungen fühlen. Daher denke ich, habe ich mein erstes Ziel erreicht – nicht ganz Project 333, aber dafür eine Capsule Wardrobe.
Der Anfang hat mir auf jeden Fall schon mal riesigen Spaß gemacht. Ich habe mir dafür zwei Tage, mit insgesamt ca. sieben Stunden Zeit genommen (ursprünglich gerechnet hatte ich mit drei Stunden…).

Im nächsten Post zum Projekt, werdet ihr den Inhalt meines Kleiderschranks näher kennenlernen. Wenn ihr meine Einführung zum Thema noch einmal lesen wollt, dann findet ihr sie hier.