Nach einem halben Jahr mit einer Capsule Wardrobe | House of Wolf

Nach einem halben Jahr mit einer Capsule Wardrobe

An diesem Wochenende, ist nun auch mein zweites Capsule Wardrobe Projekt zu Ende gegangen. Diesmal ist es mir nicht so gut ergangen damit. Welche Fehler ich gemacht habe erzähle ich euch heute. Für alle die nicht wissen was das ist, oder worüber ich hier schreibe, der kann hier klicken und meine Einleitung zum Thema lesen.

Nach einem halben Jahr mit einer Capsule Wardrobe | House of Wolf

Meinen Ersten, habe ich bereits beim Aussuchen der Garderobe gemacht. Ich wollte unbedingt alles austauschen und was ich die letzten drei Monate getragen hatte, einlagern. So einfach war das nicht, denn obwohl ich mich auf Neues gefreut hatte, habe ich viele Lieblingsstücke bei meinem ersten Projekt dabei gehabt. Einige habe ich dann doch mitgenommen, aber vieles ist neu dazu gekommen und nicht alles wurde mit vollem Herzen ausgewählt. Das sollte man wirklich nicht machen, vor allem wenn man am Ende nur etwas mehr als 30 Stücke zum anziehen zur Auswahl hat.

Befürchtet hatte ich ja bereits, dass das Wetter mir Probleme bereiten wird – von ganz kalt, bis ganz warm war alles dabei in den letzten drei Monaten. Im Grunde, hatte ich auch die unterschiedlichsten Temperaturen mit eingeplant, aber letztlich kamen doch mehr heiße Tage, als erwartet, so hatte ich zu wenig T-Shirts und kurzärmelige Oberteile.

Als nächste Schwierigkeit hatte sich mein Urlaub herausgestellt. Auf dem Festival Wave-Gotik-Treffen, auf dem ich im Mai war, habe ich ein bisschen andere Kleidung getragen, die ich normalerweise im Alltag anziehe und somit wollte ich nicht bereits die Hälfte meiner „Capsule Wardrobe“, für meine Festival-Garderobe einplanen. Ich hatte mir wieder am Anfang vorgenommen, so wenig Kleidung wie nötig im Schrank zu haben und dass sind so um die 30 Stück.

Auf jeden Fall, habe ich mir für diesen besonderen Urlaub, einige Stücke aus dem „Lager“, also den Kartons genommen und hatte mir fest vorgenommen, diese nach dem Festival wieder zurück zu legen. Wie ihr euch denken könnt, ist das aber nie passiert und diese Teile sind einfach normal in den Kleiderschrank gewandert. Da war aber auch das oben erwähnte Wetter schuld, da ich einfach mehr T-Shirts gebraucht habe.

Nachdem ich sechs Monate, mit kleinerem Kleiderschrank gelebt habe, habe ich jetzt alle meine Kleidung wieder zurück gelegt (man habe ich viel Zeug…). Vermisst habe ich auf alle Fälle die große Auswahl, nicht unbedingt die Sachen, die ich habe. Das Meiste langweilt mich sehr und ist nichts, was ich mir jetzt noch kaufen würde – trennen möchte ich mich aber auch noch nicht gänzlich davon.

So ist mein neues Projekt auf ein Jahr angelegt: Ich habe mir jedes Teil, welches im Schrank gefaltet liegt, notiert. Und bei all den hängenden Sachen, habe ich den Kleiderbügel verkehrt herum reingehängt. Ich möchte also 365 Tage lang kontrollieren, ob ich die Sachen wirklich alle trage. Bei den notierten Sachen kommt ein Haken auf die Liste und die Hängenden werden wieder richtig rum, zurück gehängt. Alles Ungetragene wird dann schließlich aussortiert.

Mein Fazit des gesamten „Capsule Wardrobe“ Projekt für mich ist folgendes: Ich glaube ein großer Grund, warum es nicht einhundertprozentig funktioniert hat, ist der dass ich derzeit noch auf der Suche nach meinem eigenen Stil bin. Vieles in meinem Schrank mag ich, ist aber nicht mehr das was ich mir heute noch im Laden aussuchen würde, deshalb trage ich es auch nur noch selten.

Das Projekt hatte ich auch aus diesem Grund gestartet, um meinen Kleidungsstil näher zu definieren und herauszuarbeiten. Somit wird auch in Zukunft meine Suche weitergehen, nach meiner persönlichen „perfekten“ Garderobe.

Jetzt sollte ich mich auch langsam um die Sachen kümmern, die ich bereits vor einem halben Jahr aussortiert habe und noch immer verpackt im Karton darauf warten, bearbeitet zu werden. Einiges davon kann ich nicht weitergeben, da Löcher oder Flecken darin sind, aber mit dem Rest weiß ich leider nicht wie ich weiter verfahren soll. Hat Jemand einen guten Tipp oder selbst Erfahrungen mit dem Loswerden von Kleidung gemacht?

Um euch den Start in einer eigenen „Capsule Wardrobe“ zu erleichtern, habe ich euch einen elf-seitigen Leitfaden erstellt. Dort habe ich viele Tipps zusammen getragen und Platz gelassen, damit ihr eure Garderobe planen könnt. Ihr könnt sie unten als PDF runterladen. Ich wünsche euch viel Spaß damit und würde mich freuen, wenn ihr mir dann eure Erfahrungen erzählt :).

Hier klicken für den Download zum Capsule-Wardrobe-Leitfaden

Hier könnt ihr nachlesen, wie ich in das ganze Projekt gestartet bin. Hier seht ihr, wie meine erste minimalistischte Garderobe aussah. Und hier lest ihr mein Fazit nach den ersten drei Monaten.

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9 Gedanken zu “Nach einem halben Jahr mit einer Capsule Wardrobe

  1. widerstandistzweckmaessig schreibt:

    Hallo!

    Ich habe 2 Jahre mit einer sehr reduzierten Garderobe gelebt und habe das sehr genossen. Für mich war das viel einfacher, wenig Auswahl zu haben.

    Das hat so lange gut geklappt, wie ich nicht gearbeitet habe. Jetzt bin ich wieder berufstätig und nun stehe ich wieder endlos vor dem Kleiderschrank und weiß nicht, was ich anziehen soll. Am liebsten hätte ich eine Arbeitsuniform. Das wäre perfekt.

    So versuche ich ständig mit den anderen mitzuhalten und das stresst mich gewaltig.

    Danke für Deinen tollen Erfahrungsbericht und Deine großartigen Tipps!

    lg
    Maira

    Gefällt 1 Person

    • stephiehouseofwolf schreibt:

      Hey 🙂 Danke dass du deine Erfahrungen geteilt hast. Ich denke mir auch oft, so eine Uniform erleichtert das Leben. Aber so etwas kannst du dir ja selbst zulegen, T-Shirt mit Jeans oder etwas in der Art. Die meisten Moderedakteure haben sich ihre eigene „Uniform“ angeeignet und müssen morgens nicht mehr groß nachdenken (oder siehe auch Karl Lagerfeld). Für den Job kann ich mir das gut vorstellen, in der Freizeit wäre es mir aber zu langweilig.

      Liebe Grüße zurück
      Stephie

      Gefällt 1 Person

  2. Sabrina schreibt:

    Hallo Stephie,
    vielen Dank für Deinen Bericht – auch wenn Capsule Wardrobe für mich glaube ich zu aufwendig wäre (von der Zeit her) – vielleicht magst Du ja mal bei mir vorbeischauen, ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Thema Basicgarderobe aufbauen, nachdem ich rigoros nach KonMari aussortiert habe. Montag geht es wieder zur Arbeit und ich habe jetzt wirklich kaum was zum Anziehen – mit 2 Kindern ist das mit dem Waschen so eine Sache, oft müssen meine Sachen einige Tage warten, wieder einsatzbereit gemacht zu werden!
    Ich lass Dir auf jeden Fall ein Abo da, ich freu mich auf weitere Anregungen zu dem Thema!
    Liebe Grüße, Sabrina
    veganvintageblog.wordpress.com

    Gefällt 1 Person

  3. Anne schreibt:

    Ich bin auf jeden Fall von der Capsule Wardrobe überzeugt. Allerdings verhielt es sich bei mir ganz anders: ich hatte generell schon wenig Kleidung, war allerdings mit meinem Stil nicht zufrieden und wollte eine Garderobe schaffen, die ich liebe und auch trage. Die vielseitig, aber nicht zu groß ist.
    Bisher läuft es ganz gut. Ich hab auch ein paar YouTube Videos zu dem Thema. Vielleicht interessiert dich das ja?

    Lg Anne
    http://recklessly-restless.com

    Gefällt 1 Person

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