Wave-Gotik-Treffen 2016 | Ein kurzer Bericht

Wave-Gotik-Treffen 2016 | Ein kurzer Bericht

Mein Urlaub ist rum und das WGT, das größte „Familientreffen“ der schwarzen Szene, ist auch schon wieder eine Woche her. Wie immer läuft nicht alles nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen. Was ich so erlebt habe und was mir gefallen hat und was nicht, lest ihr hier in meinem kurzen Bericht vom Wave-Gotik-Treffen 2016:

Donnerstag

Donnerstag war Anreisetag. Ich glaube wir sind um etwa 18 Uhr beim Hotel angekommen. Wir haben uns für das „Hotel de Saxe“ ohne Frühstück entschieden. Von der Lage ist es nahezu perfekt, mit der Trambahn direkt vor der Tür fährt man nur ein paar Minuten bis zum Hauptbahnhof und Nachts kann man notfalls auch zu Fuß vom Bahnhof zurück gehen.

Nachdem wir angekommen sind haben wir uns aufgemacht, erstmal etwas in den Bauch zu bekommen, um uns anschließend in die Reihe zur Bändchenvergabe zu begeben.

So gerne wollte ich auf die Eröffnungsfeier fahren, die zum 25. Jubiläum im Vergnügungspark Belantis stattfand. Wir wollten den Shuttlebus von der Agra-Halle aus nehmen, leider waren wir viel zu spät dran und wegen Überfüllung, ist kein Bus mehr gefahren. Schade, dafür waren wir am nächsten Tag aber ausgeschlafen 😉

Freitag

Zum Frühstück einen Plan gemacht, hatten mein Freund und ich uns einige Bands rausgesucht, die wir gerne sehen wollten. Diese waren verteilt auf den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten, also hieß es am Freitag, gefühlt die meiste Zeit in der Straßenbahn zu verbringen.

Und gleich am ersten Tag gab es dann auch schon das schlechteste Konzert des ganzen Festivals – ok ich muss zugeben, mehr als drei Songs habe ich mir nicht angetan: Gerne wollten wir uns die Künstlerin „Hante“ ansehen, die im schönen Stadtbad gespielt hat. Naja, an ihr lag es auf jeden Fall nicht, das es so schlecht war, sondern am Tontechniker. Alles was du von der Musik mitbekommen hast, war Bass! Ihr Gesang ist vollkommen untergegangen, sie hat mir schon fast leid getan, da sie sich sichtlich Mühe gegeben hat, aber von ihrer Stimme ist im Publikum nichts angekommen.

Leider sollte sich die schlecht abgemischte Tontechnik wie ein roter Faden durch das ganze Festival ziehen.

Samstag

Am Samstag hatte ich mir gewünscht die Zeit nicht nur in der Tram zu verbringen und möglichst an einem Ort zu bleiben, also haben wir uns für die Agra-Halle und das Heidnische Dorf entschieden. Wir sind ausgiebig durch die Messehalle geschlendert und haben Mocca im Dorf geschlürft.

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Mocca und Walnussgebäck im Heidnischen Dorf

Zum Abschluss des Tages hatten wir uns für „Die Krupps“ entschieden. Auch diesen Auftritt habe ich mir nicht ganz angeschaut, da ich dank des übertriebenen Basses mega Kopfschmerzen bekommen hatte (wie gesagt, der Rote Faden…).

Sonntag

Pfingstsonntag stand dann ein Museumsbesuch an: die Ausstellung „Leipzig in Schwarz“ im „Stadtgeschichtlichen Museum“, mit Führung. Die Ausstellung konnte nur durch etliche Leihgaben, von Leuten aus der schwarzen Szene, zustande kommen. Insgesamt haben sie sich sehr viel Mühe gegeben, aber umgehauen hat es mich nicht. Für Leute die bisher wenig Berührung mit der Szene hatten, aber sich grundsätzlich für „Goths“ interessieren, denen kann ich die Ausstellung empfehlen, ansonsten lohnt es sich meiner Meinung nach nur noch für alte Hasen, die in Erinnerung an vergangene WGTs schwelgen möchten.

Sonntag war das Wetter am unangenehmsten, da es immer wieder geregnet hat. Im Kohlrabizirkus habe ich mir an dem Tag „Legend“ angehört, die zu meinen Highlights in diesem Jahr gehören. Nach dem Konzert wollte ich wieder rüber in die Kuppelhalle, die ungefähr einen Kilometer entfernt liegt, genau da hat ein Sturzregen eingesetzt und ich wurde ziemlich durchnässt. Bis zum Ende, ist mir dann nicht mehr warm geworden…

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Die schöne Kuppelhalle

Montag

Den letzten Tag wollten wir noch einmal richtig genießen und ruhig ausklingen lassen. In der Kuppelhalle habe ich das für mich beste Konzert des Festivals genossen: „Tanz ohne Musik“. Live hören sie sich noch einmal ganz anders an, als so im Video, aber reinhören lohnt sich auf alle Fälle.

Und den Abschluss hat dann „Irfan“ gemacht. Sie haben im Schauspielhaus gespielt, was eine perfekte Kulissen für die Band war. Ich habe ihre Musik sehr ausgekostet und es war ein gelungenes Ende für mein Wave-Gotik-Treffen.

Am Mittwoch stand dann leider wieder die Abreise an. Bevor wir Richtung Heimat gefahren sind, haben wir den Südfriedhof besucht. Ein malerischer und großer Friedhof, auf dem man gut spazieren gehen kann und alte, sowie neue Gräber bestaunen kann.

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Der beeindruckende Südfriedhof

Ich freue mich jetzt schon riesig auf nächstes Jahr Leipzig und kann das größte Gothic-Familientreffen 2017 kaum erwarten^^.

Lest meine Posts vom Wave-Gotik-Treffen 2014: mein Bericht, Fotos Teil 1 und Teil 2

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6 Gedanken zu “Wave-Gotik-Treffen 2016 | Ein kurzer Bericht

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