#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Heute vor drei Jahren ist das Unglück in der Textilfabrik in Bangladesh passiert. Das Gebäude Rana Plaza ist eingestürzt und hat über 1100 Menschen das Leben gekostet. Der „Fashion Revolution Day“ wurde daraufhin ins Leben gerufen, um darüber bewusst zu machen, wo die Kleidung gefertigt wurde, die wir kaufen und vor allem auf die grausamen Arbeits- und Lebensumstände der Näherinnen und Näher aufmerksam zu machen. Und schon zum dritten mal rufen sie uns alle auf, Modefirmen ihre Labels zu zeigen und zu fragen: #whomademyclothes?

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Einige Bloggerinnen haben sich dazu in diesem Jahr zu einem ganz tollen Projekt zusammen geschlossen und gleich einen ganzen „Fashion Revolution Month“ gemacht. Jeden Tag konnte man ein Outfit bewundern, welches aus Teilen zusammen gestellt wurde, die so wenig wie möglich Mensch und Umwelt belasten. Die Stücke konnten entweder fair und biologisch produziert, von lokalen Unternehmen hergestellt oder Second Hand erworben worden sein. Auf Kunstkider Mag könnt ihr alles nachlesen und dort findet ihr die Links zu den Bloggern, die mitgemacht haben. Schaut unbedingt bei jeder Einzelnen vorbei, sie zeigen alle ganz tolle Inspirationen, zu dem Weg einen grüneren Kleiderschrank zu bekommen.

Sogar H&M hat sich dieses Jahr etwas ausgedacht: „World Recycle Week“ Ausgemistete Kleidung kann in den Filialen abgegeben werden und man bekommt einen Einkaufsgutschein als Dankeschön. Die Idee dahinter ist die, dass sie alte Kleidung recyceln und somit neues Leben einhauchen wollen.

Wenn man sich das Kampagnenvideo dazu ansieht, findet man den Gedanken von H&M zwar sehr löblich, gleichzeitig denkt man sich auch, dass gerade solche Textilriesen wie H&M doch genau der Grund sind, warum so unglaublich viel weggeworfen wird. Alles ist so günstig und billig geworden, dass man keine scheu mehr hat, das kaputte T-Shirt in den Müll zuwerfen und ein neues für 5€ zu kaufen. Ich finde es schön, dass sie ihre Reichweite, für etwas positives nutzen, trotzdem stößt es mir ein bisschen sauer auf. Es kommt für mich nicht allzu Glaubwürdig rüber…

Ich gebe mir selbst mühe, meinen Konsum zu reflektieren und kritisch zu betrachten. Die Kleidung die ich habe, trage ich so lange bis sie kaputt ist oder ich versuche ein neues Heim für sie zu finden. Ich weiß aber auch, dass ich zu viel Kleidung habe, so viel, dass es ewig dauern wird, bis ich sie aufgetragen habe. Trotzdem kaufe ich mir hin und wieder Neues und ja leider auch bei H&M und Co. Leider tappe ich immer wieder in die Fast-Fashion-Falle – schöne Mode für wenig Geld – obwohl ich es eigentlich besser weiß. Es ist nicht so einfach und für mich noch ein langer Weg bis zu einem vollkommen grünen Kleiderschrank. Ich kann es kaum erwarten sagen zu können, für meine Kleidung musste Niemand für einen Hungerlohn schuften!

Stolz kann ich aber sagen, dass mein eigenes Modelabel fair produziert. Die erste Kollektion wurde komplett in Deutschland gefertigt und einige der Stoffe sind sogar aus Bio-Baumwolle. Wer mehr wissen möchte kann gerne bei meinem Shop reinschauen.

Macht ihr euch Gedanken, wer eure Kleidung näht? Und warum manches so billig ist? Wie weit seit ihr auf dem Weg zu einem grünen Kleiderschrank?

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