How to Procrastinate like a Pro

How to Procrastinate like a Pro

Im Netz findet man viele Videos oder Blogposts, voll mit Tipps und Tricks um produktiver zu sein und weniger zu prokrastinieren. Warum nicht einmal das Nichtstun zelebrieren und die Füße hochlegen und an nichts sinnvolles denken!?

How to Procrastinate like a Pro

Meine liebste Tätigkeit beim Aufschieben wichtiger Dinge: Luftlöcher gucken! Ich bin eine Träumerin und habe spaß daran, einfach nur dazusitzen nichts zu tun und meine Gedanken schweifen zu lassen. An Tagen, an denen richtig viel ansteht, geht dies besonders gut^^.

Nummer zwei auf der Liste sind YouTube Videos. Fange ich damit einmal an, fällt es mir schwer wieder aufzuhören. Man kommt von einem Video zu Anderen und von diesem, zum Nächsten. Dieses „Autoplay“ dass es seit einiger Zeit gibt, macht das noch einfacher.

Soziale Medien im Allgemeinen sind wahre Zeitfresser. „Ich wollte nur kurz auf Facebook schauen“ sagte sie vor einer Stunde… Oder auf anderen Blogs stöbern und sich dort durch das Archiv klicken, mache ich für mein Leben gern und ist bestimmt von Erfolg gekrönt!

Mittags ein gutes Essen kochen und dieses ausgiebig genießen! Man sagt doch immer, das langsam essen gesünder ist, warum also nicht auch langsam kochen und das Mittagessen zelebrieren, schön anrichten und (mit einem guten Glas Wein ;)) in die Länge ziehen.

Auch gut, gerade nach dem Kochen: Küche wischen. Wohnung aufräumen. Wäsche waschen. Staub saugen. Ausmisten. Wäsche aufhängen. Kühlschrank putzen. Müll rausbringen. Lebensmittel einkaufen. Schränke abwischen. Haushalt eben…

Apropos Einkaufen – wer liebt es nicht – Onlineshopping! Kaufen tue ich eigentlich nie etwas, aber durch die Neuheiten zu browsen finde ich super inspirierend und entspannend. Na gut manchmal wird es dann auch zu viel, wenn man über hundert Pullis inspiziert hat, 200 Kleider und einhundert Blusen, dann reicht es doch irgendwann.

Danach könnte man sich eine Pause vom Nichtstun gönnen und sich die Nägel lackieren. Der neue Nagellack steht schon viel zu lange unbenutzt im Schrank und möchte ausgetragen werden, deshalb kann das jetzt auch nicht mehr warten!

Während dem Nägel anmalen sind Serien gucken das Beste. Dort ist es ähnlich, wie mit YouTube: „Eine Folge schaue ich mir noch an und dann arbeite ich wieder!“ Mh.. Wieso nicht gleich die ganze Staffel gucken!?

Oh, es gibt so viele schöne Sachen, die man machen kann, um sich vor anderen nicht so schönen Sachen zu drücken.

Was ist eure liebste Beschäftigung, um Arbeiten aufzuschieben?

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Heute vor drei Jahren ist das Unglück in der Textilfabrik in Bangladesh passiert. Das Gebäude Rana Plaza ist eingestürzt und hat über 1100 Menschen das Leben gekostet. Der „Fashion Revolution Day“ wurde daraufhin ins Leben gerufen, um darüber bewusst zu machen, wo die Kleidung gefertigt wurde, die wir kaufen und vor allem auf die grausamen Arbeits- und Lebensumstände der Näherinnen und Näher aufmerksam zu machen. Und schon zum dritten mal rufen sie uns alle auf, Modefirmen ihre Labels zu zeigen und zu fragen: #whomademyclothes?

#FashionRevolutionDay: Die Welt ein bisschen besser machen

Einige Bloggerinnen haben sich dazu in diesem Jahr zu einem ganz tollen Projekt zusammen geschlossen und gleich einen ganzen „Fashion Revolution Month“ gemacht. Jeden Tag konnte man ein Outfit bewundern, welches aus Teilen zusammen gestellt wurde, die so wenig wie möglich Mensch und Umwelt belasten. Die Stücke konnten entweder fair und biologisch produziert, von lokalen Unternehmen hergestellt oder Second Hand erworben worden sein. Auf Kunstkider Mag könnt ihr alles nachlesen und dort findet ihr die Links zu den Bloggern, die mitgemacht haben. Schaut unbedingt bei jeder Einzelnen vorbei, sie zeigen alle ganz tolle Inspirationen, zu dem Weg einen grüneren Kleiderschrank zu bekommen.

Sogar H&M hat sich dieses Jahr etwas ausgedacht: „World Recycle Week“ Ausgemistete Kleidung kann in den Filialen abgegeben werden und man bekommt einen Einkaufsgutschein als Dankeschön. Die Idee dahinter ist die, dass sie alte Kleidung recyceln und somit neues Leben einhauchen wollen.

Wenn man sich das Kampagnenvideo dazu ansieht, findet man den Gedanken von H&M zwar sehr löblich, gleichzeitig denkt man sich auch, dass gerade solche Textilriesen wie H&M doch genau der Grund sind, warum so unglaublich viel weggeworfen wird. Alles ist so günstig und billig geworden, dass man keine scheu mehr hat, das kaputte T-Shirt in den Müll zuwerfen und ein neues für 5€ zu kaufen. Ich finde es schön, dass sie ihre Reichweite, für etwas positives nutzen, trotzdem stößt es mir ein bisschen sauer auf. Es kommt für mich nicht allzu Glaubwürdig rüber…

Ich gebe mir selbst mühe, meinen Konsum zu reflektieren und kritisch zu betrachten. Die Kleidung die ich habe, trage ich so lange bis sie kaputt ist oder ich versuche ein neues Heim für sie zu finden. Ich weiß aber auch, dass ich zu viel Kleidung habe, so viel, dass es ewig dauern wird, bis ich sie aufgetragen habe. Trotzdem kaufe ich mir hin und wieder Neues und ja leider auch bei H&M und Co. Leider tappe ich immer wieder in die Fast-Fashion-Falle – schöne Mode für wenig Geld – obwohl ich es eigentlich besser weiß. Es ist nicht so einfach und für mich noch ein langer Weg bis zu einem vollkommen grünen Kleiderschrank. Ich kann es kaum erwarten sagen zu können, für meine Kleidung musste Niemand für einen Hungerlohn schuften!

Stolz kann ich aber sagen, dass mein eigenes Modelabel fair produziert. Die erste Kollektion wurde komplett in Deutschland gefertigt und einige der Stoffe sind sogar aus Bio-Baumwolle. Wer mehr wissen möchte kann gerne bei meinem Shop reinschauen.

Macht ihr euch Gedanken, wer eure Kleidung näht? Und warum manches so billig ist? Wie weit seit ihr auf dem Weg zu einem grünen Kleiderschrank?

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

Ein Thema, das einen großen Platz in meinem Leben einnimmt, sind Serien und Filme. Viel habe ich bisher noch nicht über diese Leidenschaft geschrieben, an Halloween zum Beispiel, hatte ich euch Horrorfilme vorgeschlagen. Heute soll es um Serien gehen:

Drei Serien, die ich liebe:

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

All Time Favourite Friends. Dieses Jahr wieder ausgegraben und gerade die achte Staffel angefangen. Ich kenne die meisten Folgen in- und auswendig. Regelmäßig schaue ich mir alle Staffeln an und jedes einzelne mal wieder, muss ich über die Witze lachen und bei den emotionalen Momenten (Monika und Chandlers Verlobung, hach) stehen mir die Tränen in den Augen. Die Serie ist sehr gut geschrieben, die Charaktere sind toll, die Schauspieler perfekt gecastet und die Entwicklung, die jeder Einzelne der Sechs durchmacht ist sehr nachvollziehbar. Wer diesen Klassiker noch nicht kennt, kann ich euch nur ans Herz legen, mal reinzuschalten.

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

Jetzt oute ich mich wahrscheinlich als riesen Nerd, aber Star Trek: The Original Series, hat es mir sehr angetan. Nicht jede Folge ist gut, tatsächlich sind die Meisten sogar ziemlich doof, aber alles Andere drum herum, lohnt sich durchzuhalten. Die Charaktere sind einzigartig, die Schauspieler passen wie Faust aufs Auge und das Beste sind die Kostüme und die Settings. Man sieht dass sie kein großes Budget hatten und aus allem, was sie finden konnten, haben sie Hintergründe und Räume gestaltet (Fußbälle aufgeschnitten, angemalt und dann an eine Tonne geklebt). Ich finde genau diese Kreativität gibt der Serie seinen unverwechselbaren Charme. Meine Lieblingsfolge ist wohl „Planeten-Killer“ aus der zweiten Staffel. Dort geht es unterschwellig um ein Thema, welches damals in den Sechzigerjahren brandaktuell war.

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

Von Downton Abbey habe ich bisher leider erst zwei Staffeln gesehen, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich diese Serie je nicht mögen werden. Es geht um eine wohlhabende Familie in den 1910er bis 20er Jahren. In dem Anwesen in dem sie wohnen, arbeiten viele Angestellte die man während der Serie ebenfalls begleitet. Ich finde großartig, wie sie versuchen historisch korrekt zu sein, in den Kostümen, der Einrichtung und den gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Im Grunde auch wieder eine Serie in der es um Macht, Intrigen und Liebe geht. Kein neues Konzept, aber der zeitgeschichtliche Hintergrund, macht es sehr spannend. Und wie in allen Serien die ich liebe, sind die Charaktere einfach großartig geschrieben und gespielt.

Drei Serien, die ich abgebrochen habe:

Als The 100 im deutschen Fernsehen anfing, war ich sehr gespannt, da mich die Geschichte der Serie angesprochen hat: Fast 100 Jahre nach einem nuklearen Krieg, schicken die letzten Überlebenden, von ihrem Raumschiff aus, 100 Ausgewählte zurück auf die Erde. Dort müssen sie dann um ihre Sicherheit kämpfen.
Schon nach der ersten Folge hat sich für mich herausgestellt, gute Grundidee, nicht gut umgesetzt. Die Dialoge sind kein bisschen tiefgründig, sondern einfach nur platt und 0815. Und wenn ich mich über die Handlungen aller Charaktere aufregen muss, dann höre ich lieber früher als später auf, eine Serie weiter zu schauen.

Ja mit American Horror Story ist das so eine Sache: Vom Prinzip genau eine Serie, die meinen Namen schreit – Horror, wirre Stories und eine ansprechende Optik. Leider konnten die ersten Folgen mich so gar nicht überzeugen. Ich habe mich tierisch gelangweilt, gegruselt habe ich mich überhaupt nicht und wo das ganze hinführen sollte, hatte ich auch nicht verstanden. Leider konnte sie mich nicht lange genug fesseln, dass ich durchgehalten hätte, bis es vielleicht besser geworden wäre… Soll ich der Serie noch einmal eine Chance geben? Was meint ihr?

TV Shows: 3 to watch, 3 to break and 3 on the list

Supernatural habe ich sehr geliebt – bis zur fünften Staffel. In der Serie geht es wie der Name schon sagt, über übernatürliche Wesen und zwei Brüder, die Jagd auf diese Gestalten machen. Ich habe es geliebt den Beiden bei ihren Freuden und Leiden zuzusehen. Die Brüder haben so gut harmoniert in der Serie, mir hat es spaß gemacht ihre Witze zu hören (vor allem Deans^^), aber seit in der Serie Engel dazu gekommen sind, war sie nicht mehr die Selbe. Irgendwie habe ich dadurch das Interesse verloren und es hat sich gefühlt Alles wiederholt.

Drei Serien, die ich noch sehen möchte:

Breaking Bad: Das Thema Drogen interessiert mich in der Regel überhaupt nicht, da ich von allen Seiten aber nur Gutes höre und sogar einer meiner liebsten Fernsehsender, diese am deutschen TV ausgestrahlt hat (leider zu spät entdeckt :(), ist es wohl einen Versuch wert.

Penny Dreadful: Eine Horror Serie, die im alten England spielt und sich auch um übernatürliche Wesen dreht. Der Trailer sah gut aus (ich bin großer Eva Green Fan!) und verspricht Spannung. Mehr kann ich dazu nicht sagen – eben genau mein Thema.

 

Sense8: In dieser Serie geht es um acht Menschen die mental verbunden sind und sehen, was die anderen sehen. Mehr weiß ich nicht und mehr will ich vorab auch nicht wissen. Auch hier habe ich nur positives gehört und kann mir das Konzept sehr gut vorstellen, vor allem soll es sehr gut umgesetzt worden sein, trotz kleinem Budget.

Was sagt ihr zu den erwähnten Serien? Ist da eine dabei, die ihr gar nicht gut fandet? Welche sind eure Liebsten?

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Meine Fashion Wishlist

Ich glaube jeder hat sie: eine Fashion Wishlist, eine Wunschliste mit Kleidung die man gerne im Schrank hängen hätte. Mal sehen, ob meine Wünsche vielleicht auch was für euch wären (ich will ja niemanden anfixen ;))

Meine Fashion Wishlist auf House of Wolf

Jeans von SEY

Schon lange auf der Liste: Eine Jeans von SEY Organic Jeans. Das Unternehmen produziert ihre Jeans ethisch korrekt und mit Bio-Baumwolle. Bei den Produkten steht dabei, wo der Rohstoff herkommt und auch in welchem Land die Jeans produziert wurde. Alle Produktionsstätten sind in Europa zu finden. Sie haben eine GOTS-Zertifizierung und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Außerdem ist ein großer Pluspunkt für mich, dass Knöpfe und Nieten nickelfrei sind, da hatte ich mit anderen Hosen schon Probleme. Angetan hat es mir das Modell NENA in Schwarz oder Moon Blue. Total spannend finde ich auch die Jeans mit Schlag wie AMANDA in Pacific Blue oder CELINE in Night Blue, ich denke aber Schlaghosen würde ich wohl nicht oft tragen und dafür sind sie dann zu schade.

Schwarze Seidenbluse von Everlane

Auch sofort verliebt habe ich mich in diese Seidenbluse von Everlane. Schwarz, schlicht, minimalistisch, Kastenform – einfach total mein Ding. Der Kragen ist auch so wunderbar, klein und schmal, fast unsichtbar und doch ist da ein Kragen! 100% Prozent Seide, natürlich kein einfaches Material, aber so angenehm auf der Haut.

Für alle die Everlane noch nicht kennen, es ist ein Unternehmen, ansässig in San Fransicso, welches offen darlegt, wo ihre Produktionsstätten liegen. Sie produzieren in China genauso, wie in den USA und nehmen großen Abstand von „Sweatshops“. Außerdem legen sie offen dar, wie sich ihre Kosten und die Kosten der Produkte errechnen und bieten dadurch faire Preise, für Produzenten bis zum Konsumenten. Auch wenn sie keine Zertifizierungen haben, ich habe bisher nur gutes von der Firma gehört.

Der große Haken ist leider, dass Everlane nicht direkt nach Deutschland verschicken, sondern nur über einen Drittanbieter. Dadurch wird der Versand recht teuer und zurückgeben kann man die Sachen auch nicht, wenn sie nicht passen. Daher mein Plan, ich nähe mir die Bluse nach und versuche sie ähnlich hin zu bekommen (mal sehen, ob ich das je in die Tat umsetzte, haha ;)).

Eine alternative Bluse, (leider nicht in schwarz) gibt es bei LUXAA.

Schwarzer Cardigan von Armedangels

Auch auf der Liste steht dieser lange Cardigan, aus Bio-Baumwolle, von Armedangels. Der Schnitt ist so richtig schön lässig und Basic, aber der Strickt hat ein Rippmuster, welches ich besonders schön finde. Ein Teil, das zu allem passt.

Dieser Longcardigan ist auch ganz toll und aus dem besonders nachhaltigen Material Lyocell gefertigt.

Ich denke zu Armedangels muss ich nicht viel sagen, die sind wahrscheinlich den meisten schon ein Begriff. Wenn ich zurückdenke, dann ist es die erste Firma, die ich kannte, die unter fairen und ökologisch guten Bedingungen produziert hat. Das Tolle an ihnen ist, dass sie ihre Philosophie kommunizieren, dabei aber nie aufdringlich wirken. Schon immer fand ich ihre Sachen modern und ansprechend, dass kann ich leider immer noch nicht von allen „Öko-Modelabels“ sagen.

Grundsätzlich schaue ich mir gerne Kleidung im Netz an und auch in Katalogen, aber shoppen tue ich immer noch am liebsten offline. Leider ist es schwierig nachhalltige Mode, außerhalb des Internets zu finden, zumindest, wenn man in einer kleineren Stadt wie meiner wohnt.

Was steht auf eurer Fashion-Wishlist? Welches Teil werdet ihr euch als nächstes zulegen?

Eine kurze Geschichte über die Selbstständigkeit, bedingungsloses Grundeinkommen und Lebensmittelspenden | House of Wolf

Eine kurze Geschichte über die Selbstständigkeit, bedingungsloses Grundeinkommen und Lebensmittelspenden

Ich weiß nicht ob ihr es wisst, ich weiß noch nicht einmal ob ich das je so deutlich geschrieben habe: ich bin selbstständig. Seit zwei Jahren arbeite ich an meinem Unternehmen und versuche es voran zu bringen.

Eine kurze Geschichte über die Selbstständigkeit, bedingungsloses Grundeinkommen und Lebensmittelspenden | House of Wolf

Jetzt nach zwei Jahren und viel Arbeit muss ich feststellen, meine privaten Ersparnisse sind aufgebraucht. Kein Geld mehr da um Miete, Essen oder sonst etwas zu bezahlen. Mein Unternehmen ist auch nach zwei Jahren immer noch am Anfang, nicht mehr am Startpunkt, aber auch noch nicht mittendrin. Das dauert also noch, bis ich davon leben kann.

Also habe ich fast drei Monate gesucht, nach einem 450-Euro-Job, um noch Zeit für meine Firma zu haben und sicheres Geld nach Hause zu tragen. Drei Monate hat es gedauert, da der Markt zur Zeit echt nicht gerade überschwemmt ist, mit Angeboten für Minijobber.

Letztlich bin ich fündig geworden und schufte mir also nicht nur an meinem Schreibtisch den Arsch ab, sondern auch anderweitig. Dort gebe ich meine Zeit und Kraft für ein anderes Unternehmen her, dass nicht mein eigenes ist. Aber ich nehme sicheres Geld mit nach Hause.

Ich hatte so sehr gehofft, dass bis mein Konto endgültig leer ist, ich genug für die Miete, aus meiner Selbstständigkeit ziehen kann. mh…

Ein Grund, warum ich mich selbstständig gemacht habe, ist der dass ich es satt hatte, meine Energie in andere Unternehmen zu stecken. Aufgaben abarbeiten, die mir nichts bringen, sondern nur der Firma in der ich angestellt bin, nutzen. Und noch dazu eine Arbeit zu haben, die ich nicht mag und nur des Geldes und der Beschäftigung wegen zu behalten, dass habe ich nicht eingesehen.

Zum Glück habe ich viele Leute, die mir helfen und mich unterstützen, meine Mutter, mein Vater, mein Bruder, mein Freund, meine Freunde. Sie alle haben schon so viel getan, wofür ich ihnen unendlich dankbar bin. Ohne sie hätte das nicht funktioniert, meinen Traum in die Tat umzusetzen und mein eigenes Modelabel zu gründen.

Natürlich habe ich es mir leichter vorgestellt, als es in Wahrheit ist. Allein meine naive Hoffnung, nach zwei Jahren genug zu verdienen, um nicht weiter von erspartem leben zu müssen, war eben einfach nur naiv.

Nun muss ich also mit zwei Jobs klarkommen. Nicht immer muss ich den ganzen Tag, in diesem anderen Unternehmen verbringen. Es gibt auch Schichten, die nur einen halben Tag beanspruchen, aber meinem Kopf fällt es schwer, sich dann im Anschluss auf andere Dinge zu konzentrieren. Nachdem ich sieben und eine halbe Stunde außer Haus war, bin ich schon ziemlich ausgelaugt und würde am liebsten nichts mehr tun. Doch es hilft nichts, um Arbeit fertig zu bekommen muss man eben auch arbeiten.

Ich weiß, dass auch viele andere Menschen in Deutschland zwei Jobs haben, um um die Runden zu kommen. Auch mit einem Fulltime-Job reicht das Geld oft nicht, für das tägliche Leben, für Grundbedürfnisse. Viele Leute müssen sechs Tage die Woche arbeiten und am siebten Tag wartet die Wäsche und der Haushalt. Da bleibt wenig um einmal durchzuatmen und Pausen einzulegen.

Schon lange mache ich mir Gedanken, wie es wäre, wenn Deutschland nicht nur einen Mindestlohn, sondern auch ein bedingungsloses Grundeinkommen bieten würde. Erst letzte Woche habe ich einen Beitrag gesehen, in denen Menschen gezeigt wurden, die hart an der Grenze leben müssen (in der NDR Mediathek zum anschauen). Sie müssen hungern, weil das Geld gerade so für die Miete reicht. Sie sind angewiesen auf Spenden und kostenloses Essen. Essen, dass Supermärkte sonst wegwerfen, da das Mindesthaltbarkeitsdatum fast überschritten ist. Eine war eine Rentnerin, einer war Student und eine eine allein erziehende Mutter.

In Frankreich gibt es seit einiger Zeit ein Gesetz, welches den Supermärkten verbietet, Lebensmittel wegzuwerfen. Unverkäufliches müssen sie kostenlos an Bedürftige geben. Große Märkte sind verpflichtet, Essen gemeinnützigen Organisationen zukommen zu lassen.

Es ist Wahnsinn, wie viel gutes Essen täglich weggeworfen wird, nur weil das Datum darauf nicht mehr gültig ist. Es ist sehr schade, wie so mit unseren Ressourcen umgegangen wird. Auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft findet ihr noch einen Haufen mehr Informationen, zum Thema wie viel tatsächlich im Müll landet (jedes achte Lebensmittel!).

Aber noch einmal zu dem bedingungslosen Grundeinkommen zurück zukommen: Ich finde nicht, dass es bedingungslos sein muss, man sollte schon für sein Einkommen arbeiten müssen. Dennoch die Idee, dass jeder in Deutschland ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch hat, das finde ich äußerst erstrebenswert. Seit Jahren ist das Grundeinkommen Thema, welches viele Leute beschäftigt und zu dem es auch schon Finanzierungsmodelle gibt. In einigen anderen Ländern gab es sogar schon Testläufe, die positiv wie auch negativ ausgefallen sind.

Vielleicht habe ich jetzt mehrere Themen in einen Topf geworfen, die auf dem ersten Blick weit auseinander liegen, aber irgendwie hängt am Ende immer alles am lieben Geld. Man braucht bestimmt nicht viel zum Leben und je weniger man hat, desto mehr wird man sich darum bewusst. Es gibt aber eben auch die Leute die um ihre Existenz bangen müssen, da harte Arbeit nicht immer ausreicht, um sich ernähren zu können.

Habt ihr euch schon einmal mit den Themen auseinandergesetzt? Bedingungsloses Grundeinkommen? Noch gute Lebensmittel, die in dem Müll geworfen werden? Menschen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind?

Fünf der großartigsten Modedesigner heute | House of Wolf

Fünf der großartigsten Modedesigner heute

Mode ist für mich mehr als nur Kleidung. Es ist mehr als das was man sich in der Früh anzieht, um nicht nackt zu sein, um nicht frieren zu müssen. Für mich ist es Ausdruck von Persönlichkeit und genauso Kunst. Das was auf den Laufstegen gezeigt wird, ist selten einhundert Prozent so gedacht, für den „Alltag“. Die Kollektionen zeigen Geschichten und überspitzte Darstellungen von Gegebenheiten. Einige Modedesigner können das ziemlich gut und ein paar derer möchte ich euch heute vorstellen.

Fünf der großartigsten Modedesigner heute | House of Wolf

Veronique Branquinho

Veronique Branquinho habe ich erst vor kurzem entdeckt, liebe ihren Stil aber jetzt schon. Ich war ziemlich geflasht von ihren Kampagnen, bei denen ein großer Teil aus Gruppenbildern besteht. Man sieht schöne starke Frauen, die Fabelwesen gleichen. Sie stehen da, wie Säulen, als ob sie auf etwas warten würden. Sie schauen den Betrachter der Fotos an, so dass er selbst zum Beobachteten wird. Die Stimmung, die die Fotos verbreiten ist ziemlich fantastisch. Die Szenen wirken wie aus einer Erzählung, einem Märchen oder einer Fantasysaga. Allein wegen der Ausdrucksstärke, lohnt sich ein Blick auf die Designerin. Natürlich sind auch die Kleider ein Traum 😉

Alexander McQueen

In einem Post vor einiger Zeit, hatte ich bereits von einer Kollektion von Alexander McQueen geschwärmt. Auch nach Alexanders Tod empfinde ich das Label immer noch als eines der Besten, die in der Modewelt zu finden sind. Die Liebe zum Detail spiegelt sich in jedem einzelnen Stück wieder, dass von dem Label produziert wird. Meist sind es sehr opulente Kleider, große Roben, die bestickt oder mit hundert kleinen Falten verziert sind. Die Fashionshows von McQueen sind jedesmal ein aufwendiges Schauspiel. Alexander McQueen hat durch seine Kollektionen und den Shows nicht nur Kunstwerke erschaffen, sondern hat auch Kritik an der Gesellschaft geübt.

Jean Paul Gaultier

Gaultier habe ich euch schon vorgestellt, als ich von der Modeausstellung in München berichtet habe, deswegen nur ein paar Worte zu ihm. Bei seinen Designs hat man immer den Eindruck, er hat viel spaß bei seiner Arbeit und nimmt die Mode nicht zu ernst. Gleichzeitig, verschließt er sich aber auch nicht vor der Gesellschaft und deren Problemen.

Gareth Pugh

Die erste Kollektion, die ich von Gareth Pugh gesehen habe, war komplett schwarz mit Lackelementen und vor allem haben geometrische Formen herausgestochen. Er ist quasi der Architekt der Modewelt. Er erschafft Formen in Kleidung, die sehr konstruiert und durchdacht wirken. Auch bei seinen Werken, habe ich immer das Gefühl, er möchte mit ihnen eine Geschichte erzählen. Seine Mode wirkt sehr düster, nicht nur durch das Schwarz, welches Pugh viel verwendet, sondern auch dadurch, dass es seine Models oft komplett verhüllt. Er setzt ihnen Masken auf oder baut den Kragen so hoch, dass sie kaum noch darüber hinweg sehen können.

 

Yohji Yamamoto

Der Herr weiß, wie man mit Stoff umgeht. Er zaubert auf den ersten Blick simple Teile mit viel Material. Lässt man sich von den Formen und Falten leiten, sieht man wie ausgeklügelt die Schnitte sind und wie geschickt ein Stoff zu einem Kleidungsstück drapiert wurde. Er ist ein Meister der Schnittführung. Besonders bezeichnend für den Stil von Yohji Yamamoto, ist die Asymmetrie. Auch dadurch hat man bei Yamamoto oft das Gefühl, die Sachen wären im „wahren Leben“ nicht tragbar. Er zelebriert den Dekonstruktivismus in seinen Designs und das macht ihn so innovativ und besonders, auch dass seine Damenmode sehr männlich anmutet und eher androgyn als weiblich ist.

Auf meiner Pinnwand „Fashion Designer I Love“, habe ich ein paar der schönsten Designs herausgesucht. Welcher ist euerer Meinung nach der inspirierendste Modedesigner?

Random Stuff #3 | Alles was ich dies Woche gut fand im Netz

Random Stuff #3 | Gesehen, gelesen und gehört diese Woche

Heute bei „Random Stuff“ das Beste was ich diese Woche entdeckt habe, im Netz:

Random Stuff #3 | Alles was ich dies Woche gut fand im Netz

Gehört:

Ich höre nur noch selten Musik, aber manchmal gibt es doch Neuentdeckungen: „Oceans“ von Petit Biscuit

Gelesen:

Im Artikel „Your Goals Are Overrated“ beschreibt Mark Manson, warum man sich keine Ziele setzen sollte, sondern lieber an Gewohnheiten und Routinen arbeiten soll. Er beschreibt wie man Stück für Stück Vorsätze, wie zum Beispiel mehr Sport treiben, einfach umsetzt. Super Denkanstoß und simpel zugleich.

Paula vom Blog „Thirteen Thoughts“ hat eine geniale Liste zusammen gestellt, von hilfreichen Posts, die Bloggern nützlich werden könnten. Die Liste vereint Tipps für Blog-Anfänger, genauso wie für routinierte Blogger, die mehr Leser haben wollen oder die Inspiration für Post-Inhalte suchen. Da kann man sich viel nützliches rausziehen und stundenlang Tipps und Tricks lesen.

Helene schreibt über ihre Woche und dass diese gar nicht gut gelaufen ist. Jeder kennt solche Tage oder Wochen, an denen nichts funktionieren mag und man sich einfach schlecht fühlt. In ihrem Post gibt sie Tipps, wie man trotz schlechter Laune die Arbeit gebacken bekommt.

Auf Kunstkinder Mag lest ihr was zum Thema „Fashion Revolution Day“. Die haben nämlich aus dem Tag, einen ganzen Monat gemacht und präsentieren zusammen mit anderen Bloggern, alles mögliche zu Fair Fashion, Slow Fashion, Kleiderkonsum und alles was dazu gehört.

Franziska von Veggie Love gibt super Tipps zum Thema nachhaltiger Kleiderschrank und wie man das praktisch am besten angeht. Sie schreibt auch etwas über vegane Mode und über das Ausmisten.

Gesehen:

Zum Thema ausmisten und Minimalismus verschlinge ich zur Zeit jegliche Videos, die ich finden kann. Diese Woche hat besonders Yaminas Video herausgestochen.