Throwback Thursday | #2 Berlin

Um aufgrund der Fashion Week noch einmal auf Berlin zu sprechen zu kommen:

Vor ein paar Jahren habe ich dort mein Praktikumssemester absolviert. Davor kannte ich die Hauptstadt nicht. Ich hatte eher ein schlechtes Bild vor Augen von der Stadt, dadurch was man in den Medien alles hört und sieht und auch weil man als Münchner doch „anderes“ gewöhnt ist.

Für mich war die Dimension erstmal gewöhnungsbedürftig. Obwohl München ja auch zu den Großstädten zählt, merkt man im Vergleich dann doch, es ist eher ein Dorf. Im Zentrum spielt sich hier vieles ab. In Berlin dagegen gibt es kein richitges Zentrum, sondern viele kleine.

Wenn man als Besucher in eine fremde Stadt kommt gibt es immer sehr viel zu entdecken. Ich hatte meinen Spaß durch die Straßen zu laufen und einige schöne und auch nicht so schöne Ecken zu finden. Kunst ist dort überall: in Hinterhöfen, an Hauswänden, in kleinen Galerien und auch „an den Menschen“. Die Stadtteil sind sehr unterschiedlich, in den Gebäuden genauso wie in dem „Volk“ die dort leben. Prenzlberg ist bekannt für junge Familien und ältere Mitbürger. In Kreuzberg ist viel Nachtleben und Multikulti zu spüren. Und in Mitte sind die meisten Einkaufsmöglichkeiten. Von den Gegenden wie Neuköln oder Wedding, habe ich ehrlich gesagt nicht viel mitbekommen.

Auf jeden Fall ist der  Kontrast erstmal groß: 24 Stunden ist überall etwas los, jeden Tag kann man zu einem anderen Event gehen, die Menschen sind viel achtloser und manchmal auch kreativer gekleidet. Die Einstellung der Stadt und der Leute scheint nicht so konservativ wie man es in Bayern häufig findet. Man sieht viel Armut und Arbeitslosigkeit, genauso wie Lebensfreude, Neugier und Aufgeschlossenheit.

Auf der anderen Seite sind München und Berlin doch gar nicht so unterschiedlich. Bekleidungstechnisch redet man hierzulande immer von einem langweiligen Einheitsbrei. In Berlin habe ich den genauso gesehen, nur dass er dort anders aussieht. Wenn man die Leute in beiden Städten kennenlernt sind die meisten aufgeschlossen und nett. Auch im Süden gibt es viel Kreativität und Kunst, vielleicht etwas subtiler untergebracht ;). Es gibt dort wie hier leckeres Essen (In Kreuzberg in den kleineren Läden habe ich am besten gegessen). Und natürlich auch die Subkulturen, welche das Stadtbild erst vervollständigen.

Ich denke Berlin ist eine Stadt die die Gemüter ziemlich spaltet. Es ist eine anstrengende Stadt auf gewisse Weise, immer wach und immer fordernd. Wer noch nicht dort war, kann ich nur empfehlen sich die Zeit zu nehmen und Berlin zu genießen. Am besten im Sommer, da es dort im Winter doch sehr grau ist (haben mir auch Einheimisch bestätigt).

Ich war gerne dort und habe viel gesehen und erlebt. Meine Heimat wird aber trotzdem immer hier im Land der Bayern sein.

 

Berlin_Neues_Problem_web

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